Der Stromverlauf ist mit Nanometer-Genauigkeit festlegbar
Bild 2: Künstlerische Überlagerung von Oberfläche und Leitfähigkeit: Unten sieht man einen Ausschnitt der Leitfähigkeit und des Stromkanals (gelb-rötlicher Streifen am rechten Rand) der in einen Ausschnitt der atomar aufgelösten Oberfläche (Wabenmuster) mit Stufenkante (ebenfalls am rechten Rand) übergeht.
(Bild: RWTH Aachen)
Die Wissenschaftler entdeckten die Strompfade jetzt mit Hilfe der Rastertunnelspektroskopie, einer Methode, mit der man Elektronenpfade sichtbar macht. Die gefundenen Pfade sind nur etwa vier Atome breit. Sie laufen entlang aller Stufen auf der Oberfläche, das heißt überall dort, wo die Oberfläche eine Stufe aufweist, befindet sich automatisch ein Stromkanal.
Da man mit feinen Spitzen solche Stufen künstlich in die Oberfläche hineinritzen kann, ist der Stromverlauf mit Nanometer-Genauigkeit festlegbar. Die Pfade transportieren nicht nur Strom, sondern gleichzeitig magnetische Informationen, so dass eine direkte Kombination mit magnetischen Speicherzellen eine mögliche Anwendung wäre. Momentan arbeitet das Team am Nachweis der zu erwartenden idealen Stromtransporteigenschaften und denkt über künftige Einsatzmöglichkeiten nach. Weitere Informationen und Forschungsergebnisse finden Sie hier.