Ein knappes Jahr ist Windows 11 alt. Zeit für ein umfangreiches Funktionsupdate, das nun auf dem Weg ist. Aber was genau schickt uns Microsoft da Neues auf die Rechner?
Nach gut einem Jahr bringt Microsoft das erste große Update für sein Computer-Betriebssystem Windows 11. Es bringt einige interessante neue Funktionen mit. Im Oktober gibt es noch einmal einen Nachschlag.
(Bild: Microsoft)
Microsoft hat mit dem Verteilen des ersten großen Funktionsupdates für Windows 11 begonnen. Nutzerinnen und Nutzer in 190 Ländern sollen die Aktualisierung, die das Kürzel 22H2 trägt, jetzt nach und nach zur Installation angeboten bekommen. Eine Übersicht über wichtige Neuerungen:
Startmenü: Die Suche soll schneller und präziser, die Darstellung aktueller Ereignisse in Widgets verbessert werden.
Fensteranordnung: Die automatische Fenster-Gruppierungsfunktion (Snap-Layouts) wird vielseitiger – zum einen durch eine bessere Touch-Navigation, zum anderen durch die Möglichkeit, mehrere Tabs in Microsofts Edge-Browser zu fixieren.
„Nicht stören“: Es lassen sich nun sogenannte Fokus-Sitzungen starten, die automatisch die „Nicht stören“-Funktion aktivieren. Das schaltet Benachrichtigungen und Taskleisten-Badges sowie App-Benachrichtigungen in der Taskleiste stumm. Die Fokus-Funktion findet sich auch in der Uhr-App integriert und bietet dort einen Timer, der bei Konzentrationsphasen unterstützt, aber auch an Pausen erinnert.
Bessere Audio- und Videofunktionen für Online-Konferenzen
Windows Studio: Unter diesem Label versammelt Microsoft eine Reihe neuer Kamera- und Audio-Features für optimale Video- und Klangqualität bei Videokonferenzen oder beim Gaming. Neu sind etwa Voice Focus, um Hintergrundgeräusche auszublenden, oder Background Blur, um den Hintergrund verschwimmen zu lassen. Dazu kommen weitere Video-Effekte wie Automatic Framing oder Eye Contact, die dabei helfen sollen, trotz Bewegungen zentral im Bild zu bleiben und Augenkontakt zu halten.
Clipchamp: Microsoft macht sein Videobearbeitungsprogramm zum integralen Bestandteil von Windows 11.
Gaming: Spielerinnen und Spieler sollen von Leistungsoptimierungen profitieren, die die Latenzzeit verbessern. Für Spiele im Fenstermodus ist nun zudem eine variable Bildwiederholfrequenz verfügbar.
Ebenfalls neu im Gaming-Fenstermodus ist Auto HDR: Diese Funktion optimiert die Darstellung von Games, die keine Hochkontrast-Bilder (HDR), sondern nur Bilder mit normalem Kontrastumfang (SDR) ausgeben.
Android-Apps: Zum Microsoft Store auf Windows-11-Rechnern gesellt sich nun auch der angekündigte Amazon Appstore. Nutzerinnen und Nutzer können also Android-Apps unter Windows laufen lassen, wenn sie möchten. Das Ganze läuft offiziell aber noch als Preview, es kann also noch hier und da haken.
Sicherheit: Ein neues Sicherheitsfeature (Smart App Control) soll verhindern helfen, dass nicht vertrauenswürdige Anwendungen, Skriptdateien und bösartigen Makros ausgeführt werden.
Zudem soll Windows künftig erkennen, wenn Anmeldedaten bei potenziell schädlichen Anwendungen oder auf kompromittierten Webseiten eingegeben werden und davor warnen (Defender Smartscreen).
Noch mehr neue Funktionen ab Oktober
Das war aber noch nicht alles. Microsoft hat zudem angekündigt, im Oktober weitere Features über ein neuerliches Update nachziehen zu wollen:
Explorer und Startmenü: Es werden sich bald auch Registerkarten im Datei-Explorer anlegen lassen. Zudem wird das Startmenü überarbeitet: Es bietet dann auch einen schnellen Zugriff auf oft sowie zuletzt verwendete Dateien, wichtige Dateien sollen sich auch anheften lassen und man kann dort Informationen über die Aktionen anderer an freigegebenen Dateien sehen.
Fotos-App: Diese integrierte Anwendung erhält ein Update, das eine Galerieansicht verfügbar macht und das Suchen, Finden, Verwalten, Betrachten und Sichern von Fotos grundsätzlich vereinfachen soll.
Vorschläge beim Kopieren: Wer etwa eine Telefonnummer oder einen Termin kopiert, soll gleich passende Aktionen vorgeschlagen bekommen vom Teams-Anruf bis hin zum Hinzufügen eines Termins in der Kalender-App.
Aktive Apps: In der Taskleiste wird es einen neuen Schaltpunkt geben, über den sich mit einem Klick eine neue Taskbar auf dem Desktop öffnen lässt, die alle aktiven Apps anzeigt.
Ist der eigene PC bereit für das Update?
Ob der eigene PC oder das eigene Notebook schon für Windows 11 Version 22H2 bereit ist, prüft man auf der Windows-Update-Seite. Die erreicht man, indem man auf der Startseite das Windows-Icon in der Taskleiste anklickt und dann in dem sich öffnenden Fenster per Klick aufs Zahnrad-Icon die Einstellungen öffnet.
Wird die Installation des 22H2-Updates noch nicht angeboten, kann man auf der Windows-Update-Seite auch dann und wann auf die Schaltfläche „Nach Updates suchen“ klicken, um die Aktualisierung manuell anzustoßen.
Stand: 08.12.2025
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