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Unbeständigkeit, die neue Normalität in der Lieferkette
Es geht kein Weg daran vorbei. Wir müssen uns ganz einfach an die Tatsache gewöhnen, dass Unbeständigkeit und Unterbrechungen neue Normalität in unseren Lieferketten sind. Von der kürzlich die Welt erschüttendernden gigantischen Explosion im chinesischen Hafen bis hin zu katastrophalen Wetterereignissen wie dem Hurrikan Katrina und dem Tsunami 2011 in Japan – es liegt ganz einfach in der Natur der Dinge, dass schwerwiegende und teure Unterbrechungen passieren können und auch passieren werden.
Abschließend sind einige Störfaktoren genannt, die sich in Riesenschritten nähern und auf die sich Supply-Chain-Manager bereits heute vorbereiten können und sollten:
IoT und Big Data: Es ist zu erwarten, dass das Internet der Dinge (Internet of Things; IoT) die Art und Weise, wie Unternehmen Geschäfte machen, komplett verändern wird. Es werden intelligentere Supply Chains entstehen, die Menschen, Produkte und Dienstleistungen auf eine Weise verbinden, wie man es nie zuvor für möglich gehalten hätte. Experten sagen voraus, dass bis 2020 rund 25 Mrd. physische Geräte mit dem Internet verbunden sein werden, und diese Geräte werden riesige Datenmengen erzeugen.
Die intelligente, vernetzte Supply Chain der Zukunft wird höchstwahrscheinlich einen Kunden automatisch benachrichtigen, wenn eine Komponentenlieferung zu spät in einem Distributionszentrum von Arrow eintrifft, und alle Transportzeiten und nachgelagerten Fertigungsprozesse entsprechend anpassen. Man kann eine vernetzte Supply Chain nicht über Nacht errichten, deshalb ist es nur logisch und vorausschauend, dass Logistikprofis schon jetzt damit beginnen, ihre IoT-Bausteine zusammenzusetzen.
Multichannel-Vertrieb: Inzwischen haben wohl die meisten Unternehmen das enorme Potenzial des E-Commerce erkannt. Arrow unterzieht sich beispielsweise gerade einer digitalen Umgestaltung, um das Potenzial dieses relativ neuen Vertriebskanals zu maximieren, indem es seinen Kunden Komponenten und Mehrwertdienste bietet. Der Trend zum E-Commerce und anderen spezialisierten Vertriebskanälen verleiht der Supply Chain natürlich ein gewisses Maß an Komplexität und stellt Logistikprofis vor das große Problem, eine konsistente Kundenerfahrung anzubieten.
Wachstum in Schwellenländern: In Schwellenländern zeigt sich eine wachsende Nachfrage nach elektronischen Komponenten und den von Arrow angebotenen Mehrwertdiensten. Arrow arbeitet hart daran, die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit seiner Supply Chain aufrechtzuerhalten, um in der Lage zu sein, rasch auf sich verändernde Marktbedingungen wie diese reagieren zu können.
Risikobewertungen und Pläne zur Risikominimierung werden zunehmend wichtiger, je mehr die Unternehmen ihre Tätigkeiten globalisieren und je komplexer, vernetzter und damit auch voneinander abhängig die Supply-Chain-Netzwerke werden. Ganz egal, wo ein Unternehmen tätig ist, die Kontrolle und Einplanung möglicher Risiken bereitet den Weg zur Schaffung einer künftig stärkeren, flexibleren und widerstandsfähigeren Supply Chain.
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* Tim Kolbus ist Vice President Global Logistics Services bei Arrow Electronics
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