Tipps zur Innenfinanzierung Wie Unternehmen mit kurzfristig wirksamen Maßnahmen Liquiditätsreserven heben

Autor / Redakteur: Erhard Lamparter* / Claudia Mallok

Gezielte Maßnahmen, um die Kapitalbindung zu verringern, verbessern nicht nur die Liquidität. Sie wirken sich positiv auf Ergebnis und Bilanz aus und verbessern die Konditionen bei der Finanzierung. Finanzexperte Erhard Lamparter zeigt Maßnahmen, um unnötig gebundenes Kapital freizusetzen.

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Die nachhaltig wirkende Vertrauens- und Umsatzkrise erfordert, dass Unternehmen Liquiditätsreserven identifizieren und heben. Gleichermaßen sind Unternehmer gut beraten, mit ihren Finanzierungspartnern frühzeitig und vorausschauend zu erwartenden kurzfristigen Finanzierungsbedarf abzustecken.

Innenfinanzierung, d.h. das Heben von Liquiditätspotenzialen aus dem Unternehmen heraus, gehört unter krisenfreien Bedingungen zum normalen, gebotenen Handwerkszeug der kurzfristigen Unternehmenssteuerung. Unter den aktuellen Voraussetzungen ist es noch wichtiger geworden und von vitalem Interesse, kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Liquiditätssicherung umzusetzen. Working Capital Management (WCM) dient als solches Steuerungsinstrument.

WCM zielt darauf ab, die Kapitalbindung – und damit den Fremdfinanzierungsbedarf – im Unternehmen möglichst gering zu halten.

Der Fokus sollte dabei auf der Beeinflussung folgender Kennzahlen in der Kombination liegen:

Working Capital: Kurzfristige Aktiva (flüssige Mittel + Forderungen + Vorräte) abzüglich kurzfristige Verbindlichkeiten.

Ziel: deutlich positiver Saldo, in der Entwicklung positiv steigend.

Bereinigtes Nettoumlaufvermögen: Kurzfristige Aktiva (Forderungen + Vorräte, ohne flüssige Mittel) abzüglich kurzfristige Verbindlichkeiten (ohne kurzfristige Bankverbindlichkeiten).

Ziel: Saldo in der Entwicklung sinkend, auch auf Werte <1

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