Schaltnetzteile

Wie Sie schnell und sicher zum optimalen Netzteil kommen

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Zulassungen und Zertifizierungen untermauern hohen Qualitätsanspruch

Durch Zulassungen und Zertifizierungen wie REACh (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) oder RoHS 2 (Restriction of Hazardous Substances) untermauert ein Netzteilhersteller seinen eigenen, hohen Qualitätsanspruch. Er sollte durchgehend DIN EN ISO 9001/14001 zertifiziert sein und seine Prozesse mit einem übergreifenden Qualitätsmanagementsystem überwachen. Dann können Kunden von durchdachten, aufeinander abgestimmten und dokumentierten Abläufen im Unternehmen ausgehen. Nach Möglichkeit sollte die Fertigung durch unabhängige dritte Parteien überwacht werden, zum Beispiel UL, CSA, VDE oder TÜV.

Je nach geplantem Einsatz und Vertriebsgebiet des Endproduktes müssen auch die Netzteile bestimmte Zulassungen wie MIL, German Lloyd, Bahn oder CCC haben. Die dafür wichtigen Normen und Richtlinien muss der Lieferant kennen und bereits in den Planungs- und Entwicklungsprozess einbeziehen. Hier ist es von Vorteil, wenn der Anbieter bereits Produkte für die Branche vorweisen kann, auf die der Auftraggeber mit seinen Endprodukten zielt – beispielsweise für die Medizin-, Mess- oder Informationstechnik.

Produktionssicherheit langfristig planen

Blick in die Fertigung: Eine weitgehend automatisierte Fertigung, redundante Produktionsmittel, leistungsfähige Prüfprozesse, transparente Lagerhaltung und das Befolgen von IPC-Richtlinien im gesamten Produktionsprozess zeichnen gute Hersteller aus.(Bild:  inpotron)
Blick in die Fertigung: Eine weitgehend automatisierte Fertigung, redundante Produktionsmittel, leistungsfähige Prüfprozesse, transparente Lagerhaltung und das Befolgen von IPC-Richtlinien im gesamten Produktionsprozess zeichnen gute Hersteller aus.
(Bild: inpotron)

Eine weitgehend automatisierte Fertigung, redundante Produktionsmittel, leistungsfähige Prüfprozesse, transparente Lagerhaltung und das Befolgen von IPC-Richtlinien im gesamten Produktionsprozess zeichnen gute Hersteller ebenfalls aus. Aussagekräftige Prüfberichte geben dem Kunden schließlich die Gewissheit, dass die Netzteile seine Vorgaben tatsächlich erfüllen.

Ist der Hersteller solvent?

Nur ein erfolgreiches Unternehmen kann ausreichend investieren und sich auf Zukunftsperspektiven ausrichten. Daher lohnt ein Blick darauf, wie sich ein Netzteilhersteller in den vergangenen Jahren im Vergleich zum Wettbewerb entwickelt hat. Ist er solvent und konnte er mit hoher Innovationskraft punkten? Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung seiner strategischen Ausrichtung. Denn die entscheidet darüber, ob der Power-Supply-Anbieter als Partner und Problemlöser auch langfristig zum eigenen Unternehmen passt.

Viele elektronische Produkte, besonders im professionellen industriellen oder medizinischen Bereich, sind zehn Jahre und mehr im Einsatz. In solchen langen Zeiträumen können auch hochwertige Strom- und Spannungslieferanten ausfallen. Ist der ursprüngliche Hersteller insolvent oder kann das kundenspezifisch entwickelte Produkt dauerhaft nicht mehr liefern, hat der betroffene Kunde ein Problem. Dafür gilt es rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen. Zum Beispiel durch einen Vertrag zwischen Netzteilherstellern und Kunde, der dem Kunden ein Notfertigungsrecht einräumt.

Wichtig: eine international gültige, erweiterte Produkthaftungsversicherung

Zu guter Letzt sollten Unternehmen bei der Auswahl eines Netzteillieferanten darauf achten, dass dieser eine international gültige, erweiterte Produkthaftungsversicherung vorweisen kann, die mit einer hohen Deckungssumme ausgestattet ist. Denn Stromversorgungen sind sicherheitsrelevante und funktionsentscheidende Produkte, die oftmals in hohen Stückzahlen gefertigt werden. Ein Serienfehler kann zum Beispiel teure Rückrufaktionen nach sich ziehen, die möglicherweise das eigene Unternehmen gefährden können.

Individuelle Lösungen haben Vorteile – und sind bezahlbar

Kundenspezifisch gefertigte Produkte gelten als teuer. Viele Hersteller von Elektronikprodukten greifen daher in Punkto Stromversorgung lieber zur Standardware. Diese erfüllt jedoch nur selten alle für einen sicheren Betrieb nötigen Voraussetzungen. Mögliche Folge können gehäufte Fehlfunktionen und Ausfälle sein. Davor können sich Unternehmen schützen. Bei richtiger Konzeption rechnet sich eine individuelle Netzteillösung, die genau auf die Spezifikationen des Endproduktes abgestimmt ist, oft schon ab einem Volumen von ca. 1000 Stück. Zum konkurrenzfähigen Preis gibt es viele Vorteile gratis hinzu – etwa hohe Zuverlässigkeit und Einhaltung der Leistungswerte auch unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.

* Hermann Püthe ist General Manager und Geschäftsführender Gesellschafter bei der inpotron Schaltnetzteile GmbH in Hilzingen.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:44238449)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung