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Wie Labornetzgeräte mit Autoranging Kosten durch Flexibilität sparen

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Weitere Vorteile des Autoranging-Konzeptes

Das Autoranging-Konzept eignet sich auch beim Einsatz an Verbrauchern wie Wafer-Heizungen oder an Niedervolt-Plasma-Anwendungen. Hier ist die Zündspannung bei vergleichsweise niedrigem Strombedarf zunächst relativ hoch, im weiteren Prozessverlauf wird die Haltespannung jedoch deutlich abgesenkt, der Strombedarf steigt dabei aber plötzlich und erheblich. Geräte mit flexibler Ausgangsstufe erfüllen diese Anforderung besonders effizient. Die Konfektionierung unterschiedlichster Energiespeicher wie Ultracaps, Blei-, NiMH- oder Lithium-Akkupacks ist ein anderes Einsatzbeispiel.

Hier ermöglicht das Autoranging-Konzept das Aufladen einer Vielzahl von leistungsgleichen, aber in unterschiedlichen Nennspannungen zusammengeschalteten Speicherelementen. Auch für Einsätze in der Photovoltaik eignen sich EA-Netzgeräte von Distrelec: Eine typische Anwendung bei Solarwechselrichtern ist die Leistungsüberprüfung, der sogenannte Dauerlast- oder run-in-Test und der MPP-Test (maximum-power-point). Durch Autoranging lassen sich Solarwechselrichter mit unterschiedlichen Betriebsspannungen an nur einer flexiblen DC-Quelle auf ihre Funktion überprüfen – ein Austausch der DC-Quelle als Prüfmittel entfällt.

Da alle EA-Geräte mit flexibler Ausgangstufe auch über einen Systembus verfügen, ist eine modulare Aufstockung in Kaskadenform zur Leistungserweiterung bis 300 kW und mehr möglich. Damit lassen sich die Systeme bei einem zukünftigen Ausbau der Gesamtleistung problemlos erweitern. Eine optional erhältliche spezielle „high-speed“-Regelung und eine Photovoltaik-Option ermöglichen dem Anwender, mit der Autoranging-Quelle das Verhalten eines Solar-Panels zu simulieren, den PV-Wechselrichter auf Herz- und Nieren zu prüfen und vollständig unter Realbedingungen für den Feldeinsatz zu testen.

Autoranging-Geräte im Bereich Elektromobilität

EA-Autoranging-Netzgeräte eignen sich auch für den Bereich Elektromobilität. Die Laborquellen können in Verbindung mit elektronischen Lasten an Elektroantriebsmotoren betrieben werden und so zum einen als Quelle, zum anderen auch als Senke arbeiten. Als Quelle, um den Elektromotor anzutreiben, und als Senke, um Energie aufzunehmen – etwa, wenn der Elektroantrieb in den Generatorbetrieb umschaltet (Tempoverzögerung bei Talfahrt oder Bremsung). Über die neueste Generation an elektronischen Lasten, die EA im Sommer 2012 einführt (EA-EL-ER 9000), lässt sich diese Leistung dann sogar wieder an das AC-Netz zurückführen (netzsynchrones Wechselrichter-Prinzip).

Auch zur Ladung der unterschiedlich konfigurierten Lithium-Akkupacks von Hybrid- und full-electric-vehicles eignen sich EA-Labornetzgeräte, denn sie bieten die für Lithium-Batterien notwendige Regelgenauigkeit. Ein automatischer Übergang vom spannungsgeregelten in den stromgeregelten Betrieb ist ebenso standardmäßig vorhanden wie alle wichtigen externen Steuer- und Monitoring-Ein- und Ausgänge.

* * Ruud Vertommen ist technischer Berater für Messtechnik und Stromversorgungen bei Distrelec Schuricht

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