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Kundenvorteile des End-of-Life-Managements
Die eigene Organisation wird gezielt entlastet. Dies schafft Raum für die Entwicklung der eigentlichen Kernkompetenzen und eigener Innovationen. Mit der Produktion wird auch die Produktverantwortung verlagert, zudem sinken die eigenen Lagerbestände. Auch müssen Sonderprozesse, wie spezifische Lagerung oder WIP-Steuerungen, nicht mehr eingeführt werden.
Die Kostenreduktion wird gezielt angegangen, die Kosten der Änderungen im Zuge des EOL-Managements sind abgestimmt und kontrolliert und die Ressourcen hierfür den Herausforderungen angepasst, da ein optimales Verhältnis zwischen Produktionsmengen und Ressourcen besteht und der Kunde von der Flexibilität und den Erfahrungen des Partners profitiert.
Um ein EOL-Projekt jedoch gegenüber dem Kunden rechtfertigen zu können, müssen die Vorteile des Projektes die wahrgenommenen Risiken auf der Kundenseite überwiegen. Die häufigsten wahrgenommenen Risiken sind ein möglicher Knowhow-Verlust in der eigenen Organisation, eine große Abhängigkeit vom Outsourcing-Partner bei der Auslagerung von wissensintensiven Leistungen, die Projektkosten, die Zuverlässigkeit des Transfers, und schließlich Qualifikation und EMV.
Fazit: Weniger ist mehr
Eine nüchterne Kosten-/Nutzen-Betrachtung ist ausschlaggebend für die Entscheidungsfindung in EOL-Situationen, wobei die Risikowahrnehmung eine besondere Rolle spielt. Es gilt das Prinzip „Weniger ist mehr“. Kontrollierte Änderungen sind klarerweise zu bevorzugen.
Letztendlich sind es die gezielte Entlastung der eigenen Organisation und der Zugriff auf modernste Technologien, die das stärkste Potenzial für eine gesteigerte Profitabilität eines auslaufenden Produkts in seiner End-of-Life-Phase bergen.
* * Dan Negrea ist CTO bei der AEMtec GmbH, Berlin
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