Für Techniker und Monteure ist ein optimal ausgeleuchteter Schaltschrank essenziell, damit es nicht zu einer Fehlverdrahtung kommt. Welche Vorteile LED-Licht bietet, lesen Sie im Text.
Effizientes und langlebiges Licht im Schaltschrank: Gerade hier ist eine ausreichende Ausleuchtung notwendig, damit Fehlverdrahtungen vermieden werden.
(Phoenix Contact)
Ein optimal ausgeleuchteter Schaltschrank verbessert die Sichtverhältnisse für die in diesem Umfeld tätigen Mitarbeiter. Damit ist eine wesentliche Grundlage für die zuverlässige Inbetriebnahme oder Wartung, eine schnelle Entstörung sowie Änderungen respektive Ergänzungen im Schaltschrank geschaffen. Durch die bestmögliche Ausleuchtung des Schaltschranks lassen sich somit unnötige Kosten aufgrund langer Wartungszeiten oder einer fehlerhaften Verdrahtung vermeiden.
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Trotzdem werden Schaltschränke heute meist noch mit Schaltschrankleuchten bestückt, die (Kompakt-)Leuchtstoffröhren als Leuchtmittel verwenden. Dabei wird der Schaltschrank häufig nur im oberen Bereich ausgeleuchtet, sodass die restlichen Bereiche im Dunkeln liegen. Wechselt der Anwender auf eine LED-basierte Schaltschrankleuchte, resultiert dies nicht zwangsläufig in einer besseren Ausleuchtung. Dies, weil die LED eine punktuelle Lichtquelle darstellt und das aus der Schaltschrankleuchte austretende Licht folglich zielgerichtet gelenkt werden muss.
Vorteile der LED-Technik im Schaltschrank
Derzeit sind nur in wenigen Schaltschränken LED-Schaltschrankleuchten installiert. Zudem weisen lediglich etwa 25 Prozent der aktuell am Markt angebotenen Schaltschrankleuchten die LED-Technik auf. Dabei verfügen LED-Leuchten gegenüber Varianten mit (Kompakt-)Leuchtstoffröhren über eine höhere Energieeffizienz. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Unabhängigkeit der ohnehin langen LED-Lebensdauer von der Schalthäufigkeit, die insbesondere bei Schaltschränken durch das wiederkehrende Öffnen und Schließen der Tür hoch ist. Ferner erweist sich die Wärmeabgabe einer LED-Leuchte als deutlich niedriger, was den Kühlungsaufwand bei klimatisierten Schaltschränken reduziert. Zu erwähnen ist darüber hinaus die Resistenz der LED gegenüber Vibrationen, da sich die Lebensdauer der (Kompakt-) Leuchtstoffröhren von 5000 bis 10.000 Stunden durch Erschütterungen bis auf die Hälfte der im Datenblatt gemachten Angaben verringert. Außerdem enthalten (Kompakt-)Leuchtstoffröhren Quecksilber, das zum einen aus Umweltgesichtspunkten bedenklich ist und ferner bei einem Leuchtmitteltausch zu Entsorgungskosten führt.
Hier schafft eine integrierte Optik bzw. die Prismatik Abhilfe: Die LED-basierten Schaltschrankleuchten der Produktfamilie PLD von Phoenix Contact leuchten den Schaltschrank bis in den untersten Bereich optimal aus (Bild 1).
Integrierte Optik für optimierte Ausleuchtung
Die Lichtlenkung durch die Optik sorgt dafür, dass die Beleuchtungsstärke am Boden des Schaltschranks bis zu fünf Mal höher ist als bei (LED-)Lösungen ohne eingebaute Optik. PLD-Schaltschrankleuchten ermöglichen eine gleichmäßige und höhere Ausleuchtung, was der vorzeitigen Ermüdung des Mitarbeiters entgegen wirkt. Da dieser bei wechselnden Tätigkeiten im oberen und unteren Bereich des Schaltschranks keinen großen Helligkeitsunterschieden ausgesetzt ist, ermüden seine Augen nicht so schnell. Die Optik trägt außerdem dazu bei, dass die Fläche vor dem Schaltschrank ausreichend beleuchtet ist. Auf diese Weise kann der Mitarbeiter den Schaltplan in der ansonsten meist dunklen Produktionshalle fehlerfrei ablesen.
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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS Sonderheft LED- und OLED-Beleuchtungstechnik I erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.
Die PLD-Schaltschrankleuchten lassen sich werkzeuglos und damit zeitsparend hinter dem Schaltschrankprofil montierten, wobei dazu ein integriertes patentiertes Rasthaken- oder ein Klicksystem genutzt wird (Bild 2). Befinden sich größere Geräte auf der Schaltschrankplatte, wie beispielsweise ein Frequenzumrichter, oder Lüfter unter dem Schaltschrankdach, ist die Installation alternativ unter dem Schaltschrankprofil möglich.
Darüber hinaus können die Leuchten per Montagezubehör mit Magneten oder Schrauben befestigt werden. Dank des werkzeuglosen Einbaus lässt sich die Leuchte einfach und schnell umsetzen, sofern im Tätigkeitsbereich eine noch höhere Ausleuchtung notwendig ist, als mit der im oberen Schaltschrankbereich angebrachten Leuchte erzielt werden kann. Bei zweitürigen oder angereihten Schaltschränken lassen sich die PLD-Schaltschrankleuchten hintereinander schalten. Sowohl die Serienschaltung als auch die steckbaren Leitungen reduzieren die Verkabelungskosten und –zeit erheblich.
Mit und ohne integrierter länderspezifischer Steckdose
Das Portfolio der PLD-Schaltschrankleuchten umfasst zwei Varianten: die 600er und die 400er Klasse. Die Leuchten der 600er Klasse PLD E 608 W verfügen über einen AC-Weitbereichseingang von 85 VAC bis 265 VAC, weshalb sie weltweit eingesetzt werden können (Bild 3). Das verringert nicht nur Dispositions- und Lagerkosten, sondern vermeidet gleichzeitig Bestellfehler. Die Leuchten sind mit und ohne integrierter länderspezifischer Steckdose erhältlich. An der Steckdose lassen sich selbst bei einem spannungsfrei geschalteten Schaltschrank externe Geräte, wie ein Notebook zu Wartungszwecken, betreiben. Im Vergleich zu einer auf der Schaltschrankplatte montierten Steckdose spart die eingebaute Variante ferner Platz im Schaltschrank ein.
Stand: 08.12.2025
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