E-Bus

Wie aus einem Hybrid- ein Elektrobus wurde

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Ladeinfrastruktur und Einsatz

Feiern den E-Bus-Umbau v.l.: Rolf Reiners (DEKRA), Hans-Peter Geulen (Geschäftsführer AVV), Walter Eßer (Projektleiter ASEAG), ASEAG-Vorstand Michael Carmincke, Oberbürgermeister Marcel Philipp, Jens Bockstette (Geschäftsführer Futavis)
Feiern den E-Bus-Umbau v.l.: Rolf Reiners (DEKRA), Hans-Peter Geulen (Geschäftsführer AVV), Walter Eßer (Projektleiter ASEAG), ASEAG-Vorstand Michael Carmincke, Oberbürgermeister Marcel Philipp, Jens Bockstette (Geschäftsführer Futavis)
(Bild: ASEAG)
Für einen erfolgreichen Einsatz des Busses auf Aachens Straßen ist die Ladeinfrastruktur von Relevanz. Zunächst wird das Fahrzeug konduktiv, also per Stecker, auf dem Betriebsgelände der ASEAG geladen.

Aufgrund der geringen Erfahrung mit den zu erwartenden Ladezyklen im Echtbetrieb ist der Elektrobus zunächst auf der Linie 43 im Einsatz und passiert auf seiner Strecke immer wieder das Betriebsgelände der ASEAG.

Die aus dieser ersten Phase gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend in ein Konzept für Ladeinfrastruktur einfließen. Perspektivisch könnte der elektromobile Gelenkbus bei entsprechender Ladeinfrastruktur auf der Linie 73 eingesetzt werden.

Diese bietet sich aufgrund ihrer Streckenführung an: ein hoher Innenstadtanteil kombiniert mit einem topographisch interessanten Streckenverlauf sind eine gute Voraussetzung für die Messung von Energiebedarf und Geräuschemissionen.

Bestandteil des EU-Projektes CIVITAS DYN@MO

Zudem ist der Umbau Bestandteil des EU-Projektes CIVITAS DYN@MO, welches die Stadt Aachen seit Ende 2012 mit 27 lokalen Partnern aus drei weiteren europäischen Städten leitet.

Das Projekt hat eine Gesamtförderung von 8,5 Mio. Euro, drei Millionen Euro aus der CIVITAS-Initiative gehen in die Region Aachen, der Gesamtanteil der Förderung auch für andere Arbeitspakete der ASEAG beträgt 365.000 Euro.

Im Projekt geht es in erster Linie um eine möglichst umweltfreundliche Art der Fortbewegung, konkret: um saubere Fahrzeuge oder auch den Einsatz intelligenter Technik zum Beispiel beim Fahrkartenverkauf.

Zahlen, Daten Fakten

Fahrzeugabmessungen

  • Länge: 17940 mm
  • Breite: 2550 mm
  • Höhe: 3480 mm

Elektrischer Antrieb

  • 4 Radnabenmotoren à 60 kW
  • Dauerleistung an Achse 2+3

Fahrgastkapazität

  • 37 Sitzplätze
  • 95 Stehplätze
  • 1 Sondernutzungsfläche

Batterie

  • Kapazität: 180 kWh
  • Zellchemie: LiFePo4
  • Kühlung: luftgekühlt
  • Montageort: Fahrzeugdach
  • Batteriegewicht: ca. 1.800 kg
  • Reichweite: > 50 km

Gewicht

  • Leergewicht: 19.000 kg
  • zul. Gesamtgewicht: 28.000 kg

Wissenswertes

Durch den Umbau konnten nahezu alle Gewichte und Achslasten beibehalten und so die ursprüngliche Fahrgastkapazität wiederhergestellt werden.

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