Erneuerbare Energien Weltgrößter schwimmender Offshore-Windpark eröffnet

Von Michael Eckstein 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

11 schwimmende Turbinen, 640 Millionen Euro Kosten, 88 Megawatt Gesamtleistung: Der jetzt eröffnete Offshore-Windpark in Norwegen deckt rund ein Drittel des Strombedarfs der Öl- und Gas-Plattformen Snorre A und B sowie Gullfaks A, B und C – und soll etwa 200.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Die Offshore-Windkraftanlagen von Hywind Tampen sind auf einzelnen Betonschwimmern montiert und nicht einzeln am Meeresboden verankert. (Bild:  Ole Jørgen Bratland / Equinor)
Die Offshore-Windkraftanlagen von Hywind Tampen sind auf einzelnen Betonschwimmern montiert und nicht einzeln am Meeresboden verankert.
(Bild: Ole Jørgen Bratland / Equinor)

Norwegens Kronprinz Haakon hat den nach Betreiberangaben größten schwimmenden Offshore-Windpark der Welt offiziell gestartet. Zur symbolischen Eröffnung der Anlage mit dem Namen Hywind Tampen koppelte der norwegische Thronfolger am Mittwoch auf der Öl-Bohrinsel Gullfaks C zwei Kabel aneinander.

Die Anlage soll fünf Öl- und Gas-Plattformen in der Nordsee mit Strom versorgen, um deren CO2-Ausstoß zu verringern. Dem Öl- und Gaskonzern Equinor zufolge werden damit voraussichtlich 200.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart. „Heute schreiben wir Geschichte“, sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB während der Eröffnung. Die Kosten des Projektes seien zwar hoch, aber jemand müsse bei der Technologie vorangehen. „Indem wir diese Leitungen hier verbinden, verbinden wir uns mit der Zukunft“, sagte Haakon.

Schwimmende Windkraftanlagen sind auf See nicht fest im Meeresboden verankert. Die Turbinen sind stattdessen auf schwimmenden Betonstrukturen mit einem gemeinsamen Verankerungssystem montiert. Hywind Tampen ist die erste Anlage dieser Art in Norwegen. Sie besteht aus 11 schwimmenden Turbinen. Der Windpark hat 7,4 Milliarden Kronen (640 Millionen Euro) gekostet und ersten Strom bereits im November 2022 produziert. Mit einer planmäßigen Gesamtkapazität von 88 Megawatt soll er etwa ein Drittel des Strombedarfs der Öl- und Gas-Plattformen Snorre A und B sowie Gullfaks A, B und C abdecken. (me)

(ID:49673798)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung