Atmel Welchen Nutzen bringt eine Fließkommaeinheit im Mikrocontroller?

Redakteur: Holger Heller

Mit einer Fließkommaeinheit in seinen 32-Bit-AVR-UC3-MCUs will Atmel seine Position im Automotive-Markt und im Markt für industrielle Steuerungssysteme stärken.

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Atmel fügt zu seiner AVR-UC3-Reihe von 32-Bit-MCUs eine Fließkommaeinheit (FPU) hinzu, was ein Design mit zwei Bausteinen (MCU und DSP) nun mit einem Mikrocontroller ermöglicht. Der Einsatz des Bausteins ist in den Bereichen Automotive und industrielle Steuerungen vorgesehen.

Die Architektur der AVR-UC3-MCU ermöglicht nun eine digitale Signalverarbeitung mit Festkomma- und Integer-Arithmetik, die sonst nur in Highend-DSPs zu finden ist. „Die Bausteine übertreffen daher die meisten anderen MCUs“, so Dr. Øyvind Strøm, Product Marketing Director für Atmels AVR-MCUs, „die Erweiterung um eine FPU mit einfacher Genauigkeit erlaubt den Austausch derzeitiger Lösungen durch einen einzigen Atmel-Baustein.“

Eine FPU verbessert die Datenverarbeitungsleistung, indem die MCU mit weniger Taktzyklen und höherer Genauigkeit arithmetische Berechnungen mit Dezimalzahlen durchführt. Davon profitieren z.B. Motorsteuerungen: Algorithmen lassen sich verbessern, sodass der Motor leiser läuft oder weniger Energie verbraucht; Sensordaten lassen sich filtern oder analysieren, um Störungen zu unterdrücken und mehr nützliche Informationen zu erfassen; und Audiodaten lassen sich ohne Verlust der Klangtreue verarbeiten.

Höhere Genauigkeit, weniger Energieverbrauch

MCU mit FPU: Verbesserte Datenverarbeitungsleistung (Archiv: Vogel Business Media)

Die 32-Bit-AVR-UC3-FPU entspricht dem IEEE-754-Standard, was Kompatibilität zu Mathematikbibliotheken und Anwendungsprogrammen gewährleistet. Die FPU wird in ausgewählten Derivaten der AVR-UC3-Reihe angeboten, die für Automotive-Anwendungen und industrielle Steuerungen bestimmt sind.

Die ersten Modelle dieser MCU-Reihe werden laut Strøm Analogmodule wie Dual Highspeed 12-Bit-A/D-Wandler, Dual Highspeed 12-Bit-D/A-Wandler und eine intelligente Motorsteuerung enthalten. Ebenfalls integriert sind Peripheral Intelligence, Speicher-zu-Speicher-DMA-Controller und das Peripheral Event System, das für die UC3-MCUs im Jahr 2009 eingeführt wurde.

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