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Funktionalität im Einklang mit schickem Design
In vielen technischen Bereichen, in denen zur Aufnahme der Elektronik Gehäuse benötigt werden, spielt neben den praktischen Eigenschaften auch das Design eine wichtige Rolle.
Speziell für diese Anwendungsfälle hat Fischer dekorative Designgehäuse (Bild 2) entwickelt. Ergonomische und funktionelle Formen der Aluminiumgehäuse, in Kombination mit ausgefallenen und stoßfesten Kunststoffelementen, vermitteln Wertigkeit und verleihen der eingebauten Elektronik eine optisch unterstützende Solidität.
Verschiedene Gehäuseaufbauten in divergenten Ausführungen, bestehend aus montagefreundlichen Halbschalen- oder Tubusprofilen für spezielle EMV- und IP-Anwendungen, garantieren den Einsatz für unterschiedliche Anforderungen. Die extrudierten Grundprofile der Designgehäuse sind gleichfalls mit Nuten zur Aufnahme von Leiterkarten oder Montageplatten ausgestattet. Robuste Designelemente, als einzelne Hartkomponente oder in Verbindung mit einer integrierten Weichkomponente (beide UL-94 gelistet), gewährleisten im Ernstfall einen soliden Schutz für die im Gehäuse befindliche Elektronik.
Die Weichkomponente zeichnet sich durch gute dichtungs- und gummiartigen Eigenschaften aus. Unterschiedliche Härtegrade des thermoplastischen Elastomers ermöglichen als Dichtung einen geeigneten IP-Schutz oder als Standfuß eine rutschhemmende Wirkung. Letzteres unterbindet ein Verrutschen als Tischgehäuse und erlaubt eine Einhandbedienung der am Gehäuse adaptierten Stell- und Regelkomponenten. Neben Standardfarben der Kunststoffelemente sind kundenspezifische Farbwünsche schnell und kostengünstig zu realisieren.
Der steigende Integrations- und Miniatursierungsgrad elektronischer Komponenten sowie deren Wärmeverlustleistung pro Flächeneinheit erfordern auch in der Gehäusetechnik ein effizientes thermisches Management.
Wärmemanagement, IP- und EMV-Schutz
Die Kühlung elektronischer Bauelemente, auf der Leiterkarte im Gehäuse aufgenommen, wird oftmals durch das Fehlen geeigneter Gehäusesysteme erschwert.
Speziell für diese Applikationen bieten die so genannten Wärmeableitgehäuse (Bild 3) aus Aluminium (Wärmeleitfähigkeit λ≥200 W/mK) effektive Entwärmungskonzepte.
Profilgehäuse mit außen liegenden Kühlrippen, Kühlkörperprofile als Halbschalensystem zur Gestaltung verschiedener Gehäusevarianten oder besondere Seitenwandprofile, die mit unterschiedlichen Standardstrangkühlkörpern kombinierbar sind, bilden mit den dazugehörigen Deckelplatten zahlreiche Gehäuselinien. Je nach Variante können die zu kühlenden Bauteile auf der Leiterkarte mittels Schraubbefestigung, doppelseitig klebender Wärmeleitfolie, Wärmeleitkleber oder spezieller Haltefedern direkt an der Gehäusewand (Kühlelement) befestigt werden.
Eine Verwendung von Aluminiumgehäusen in technischen Bereichen, wo ein besonderer EMV- und IP-Schutz gefordert wird, ist gleichermaßen sinnvoll. Geeignete Beschichtungen der Gehäusekomponenten, wie zum Beispiel durch Passivierungen oder Leitlacke, erzeugen elektrisch leitfähige, RoHS konforme und Chrom-VI-freie Oberflächen. Zusätzliche elektrisch leitfähige Flachdichtungen zwischen Gehäuse und Deckelplatten sowie im Grundprofil integrierte Dichtungsschnüre, gewährleisten eine sichere und EMV gerechte Abschirmung mit gleichzeitigem IP Schutz (IP44 – IP65).
Das Lüdenscheidter Unternehmen unterstützt Kunden von Anfang an bei der Umsetzung ihrer Ideen und bietet umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten rund um das Gehäuse. Eine mechanische Bearbeitung ist für die optimale Anpassung der integrierten Elektronik ausschlaggebend. Präzise Durchbrüche mithilfe von CNC-Maschinen für Anschlüsse, Anzeige- und Bedienelemente sind die Schnittstelle zur Funktion der eingebauten Elektronik sowie wichtige Qualitätskriterien für eine hochwertige Anmutung.
Mechanische Oberflächenbearbeitungen der Aluminiumkomponenten wie Schleifen, Polieren und Strahlen zur optischen oder haptischen Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes werden auf Wunsch nach kundenspezifischen Vorgaben durchgeführt. Gehäuse unterstützende und dekorative Oberflächen werden durch Eloxieren, Lackieren oder Pulverbeschichten realisiert, wobei die farbliche Gestaltung dem Kunden obliegt. Galvanische Überzüge wie Chrom und Gold runden das Angebot ab.
Für die visuelle Identifikation auf dem Gehäuse, als Zuordnung der jeweiligen Einbauelemente, stehen unterschiedliche Beschriftungsverfahren zur Verfügung. Spezielle Einsatzgebiete in einem rauen industriellen Umfeld erfordern eine dauerhafte und gute Lesbarkeit, selbst nach Einwirkung abrasiver Medien und Lösungsmittel. Prädestiniert für diesen Anwendungsfall ist eine Kennzeichnung mittels Sieb-, Tampon- und digitalem Eloxaldruck, Gravuren oder Yttrium-Aluminium-Granat(YAG)-Laser.
* * Jürgen Harpain ... ist als Entwicklungsleiter bei Fischer Elektronik in Lüdenscheid tätig.
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Gehäuse bei Fischer
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