SPS-Integration für modulare Automatisierung Weidmüller-Betriebssystem u-OS gewinnt Codesys-Integration

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Weidmüller bindet Codesys Control SL direkt in sein offenes Betriebssystem u-OS ein. Anwender steuern Maschinen und IoT-Funktionen nun auf einer gemeinsamen Plattform und kombinieren klassische Automatisierung mit flexiblen Softwarebausteinen.

Weidmüller auf der SPS: Jedes Jahr mit großem Stand vertreten.(Bild:  Weidmüller)
Weidmüller auf der SPS: Jedes Jahr mit großem Stand vertreten.
(Bild: Weidmüller)

Auf der SPS 2025 zeigt Weidmüller auf dem Gemeinschaftsstand von Codesys, wie sich Steuerungstechnik und modulare Softwarearchitekturen verbinden lassen. Die Integration von Codesys Control SL in das hauseigene Linux-Betriebssystem u-OS öffnet den Weg zu Setups, in denen Anwender ihre SPS-Programme und ihre IoT-Apps auf derselben Plattform ausführen. Die Runtime steht als App bereit und lässt sich wie andere u-OS-Module installieren.

Codesys bringt eine vollständige IEC-61131-3-Laufzeitumgebung mit. Anwender programmieren die Steuerung wie gewohnt im Codesys Development System und koppeln sie über die App-Landschaft von u-OS mit weiteren Funktionen. Dazu gehören Datenerfassung, lokale Analyse sowie Cloud-Anbindung über easyConnect. Die Integration folgt Weidmüllers Linie, offene Systeme für unterschiedliche Hardwareklassen bereitzustellen.

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Gemeinsame Plattform für Steuerung und IoT-Funktionen

u-OS läuft auf Controllern wie u-control M3000 und M4000 sowie auf Gateways und IPCs. Das Betriebssystem setzt auf Containertechnologie und bringt einen App Manager sowie einen Data Hub mit, der Variablen zwischen Anwendungen bereitstellt. Das erleichtert Setups, in denen Steuerungsprogramme parallel zu Node-RED-Flows, Python-Services oder Telemetrie-Connectoren laufen.

Mit der Codesys-Runtime auf u-OS reagiert Weidmüller auf den Trend zu offenen Steuerungsplattformen, der sich auch bei Mitbewerbern zeigt. Systeme wie PLCnext oder ctrlX OS kombinieren Steuerungsaufgaben ebenfalls mit frei erweiterbaren Softwarebausteinen. Weidmüller folgt diesem Ansatz nun mit einer eigenen Edge-Plattform, die Maschinenbauer und Integratoren nicht an eine einzige Entwicklungswerkzeugkette bindet.

Skalierbarkeit für unterschiedliche Maschinenkonzepte

Da u-OS containerbasiert arbeitet, passen Anwender ihre Umgebung an projektspezifische Anforderungen an. Die Codesys-Runtime belegt dabei nicht das gesamte System, sondern läuft neben weiteren Modulen. Auf Mehrkern-Plattformen wie der M4000 können Steuerungs- und IoT-Aufgaben getrennt verteilt werden. Das senkt Abhängigkeiten zwischen SPS-Zyklus und rechenintensiven Datendiensten.

Für Codesys-Nutzer eröffnet sich der Weg zu Weidmüllers Hardwareportfolio, ohne den gewohnten Engineering-Workflow aufzugeben. Gleichzeitig ermöglicht die Integration eine gemeinsame Datenbasis, über die Edge-Apps Analysen durchführen oder Informationen in Cloud-Dienste übertragen. Maschinenbauer nutzen die Plattform damit für klassische Steuerungsaufgaben ebenso wie für vernetzte Services.

Am Ende steht ein Ökosystem, das Steuerung und Applikationen auf einer offenen Basis kombiniert. Die SPS läuft als native App, IoT-Funktionen ergänzen den Maschinenbetrieb und Betreiber entwickeln eigene Module, wenn Standardlösungen nicht ausreichen. (mc)

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