Mobilfunk-Breitbandtechnik

Was beim Testen von Basisstationen und Endgeräten der LTE-Generation zu beachten ist

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Auswirkungen des Mehrwegeempfangs

Zwar wird bei LTE in der physikalischen Schicht ein zyklisches Präfix eingesetzt, um Mehrwegeeffekten mehr Widerstand entgegenzusetzen. Doch das muss getestet werden, um einwandfreien Betrieb sicherzustellen. Dabei macht es eine Basisband-Fading-Option möglich, die Auswirkung von Mehrwegeempfang auf den Durchsatz zwischen den Endpunkten abzuschätzen.

So kann vor den eigentlichen Feldtests im Labor gesehen werden, wie sich das Gerät in der realen Welt verhalten würde. Mit Protokollstack und physikalischer Schicht, die 3GPP Rel. 8 entsprechen, lassen sich eine eNodeB und ein EPC-Netzwert (Evolved Packet Core) emulieren. Ein integrierter IMS-Server ermöglicht vollständige Funktionstests, was es erlaubt, Durchsatz und Latenz zwischen den Endpunkten in einer kontrollierten Umgebung zu messen.

Bild 3: LTE/SA-Protokollpatitionierung (Archiv: Vogel Business Media)

Was den Protokollstack angeht, so müssen die Entwickler dafür sorgen, dass die Anforderungen an das Verhalten bei Zustandsübergängen erfüllt werden. Zwar haben die LTE-Spezifikationen die Zustände, in denen sich das Endgerät befinden kann, auf RRC_IDLE und RRC_CONNECTED reduziert, doch die benötigte Zeit für den Zustandswechsel macht einen großen Teil des Verzögerungsbudgets aus, wenn Daten zu senden sind (Bild 3).

Akku-Betriebszeit ausdehnen

Im RRC_IDLE-Modus befindet sich soviel des Geräts wie möglich in einem Zustand mit niedrigem Sromverbrauch, um die Akku-Betriebszeit zu verlängern. Dabei wird nur der Empfangsteil periodisch für Abfragemeldungen aktiviert. Wenn eine Datenübertragung angesetzt ist, muss das Gerät „aufwachen“ und schnell das Uplink synchronisieren.

*Phil Medd ist zuständiger Produktmanager für UMTS-Testsysteme und Nick Carter ist Product Manager für Systemtestprodukte bei Aeroflex Test Solutions in Plainview, NY.

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