Verbindungstechnik Wago hält Umsatzniveau auch im Geschäftsjahr 2012
Trotz einer zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung war 2012 für Wago kein einfaches Jahr. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent. Für 2013 erwartet man ein moderates Wachstum.
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Der Umsatz 2012 der Wago-Gruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 1% von 565 auf 570 Mio. Euro. Auf dem Heimatmarkt Deutschland reduzierte sich der Umsatzanteil von 34 auf 31%. Im übrigen Europa generierte das Unternehmen 40% seines Geschäftes (2011: 39%). Demnach bleibt Europa mit einem Umsatzanteil von insgesamt 70% weiterhin der wichtigste Markt, auch wenn das Volumen leicht rückläufig ist (2012: 73%).
Trotz der insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung war 2012 nach Angaben der Unternehmensleitung „wie auch schon 2011 kein einfaches Jahr“. Wie die drei Geschäftsführer Sven Hohorst, Axel Börner und Ulrich Bohling erklärten, habe sich die Investitionszurückhaltung in Europa infolge der Eurokrise erwartungsgemäß auf Auftragseingang und Umsatz ausgewirkt. Zudem verschärft sich in einem mehr oder weniger stagnierenden Marktumfeld der Preisdruck der Großkunden, da zunehmend qualifiziertere „Kopierer“ aus Asien mit immensen Stückzahlen das gesamte Preisniveau nach unten ziehen.
Sven Hohorst: „Natürlich versuchen wir mit erheblichen Anstrengungen, diesem Druck mit unseren Innovationen entgegenzuwirken. Wir bekennen uns zum Standort Deutschland, was unsere Investitionen belegen. In Anbetracht der wirtschaftlichen Unsicherheit sind jedoch dringend flexiblere Arbeitszeitmodelle erforderlich.“
Während der global agierende Anbieter von Komponenten der elektrischen Verbindungstechnik und Automatisierungslösungen seinen Umsatz in Asien trotz des dort sehr starken Wettbewerbs mit einem Anteil von weiterhin rund 17% festigte, verzeichnete er in Amerika eine Steigerung von zehn auf zwölf Prozent.
Zum Stichtag 31. Dezember 2012 beschäftigte die Gruppe weltweit ca. 5800 Mitarbeiter, das bedeutet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 200. Mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter ist in Deutschland tätig: Am Stammsitz in Minden (Nordrhein-Westfalen) beschäftigt Wago ca. 1900 und im thüringischen Sondershausen ca. 1000 Menschen. Darunter sind 147 Auszubildende in Minden und 64 in Sondershausen. Das sind 20 Auszubildende mehr als im Vorjahr.
55 Millionen Euro weltweit investiert – davon deutlich mehr als die Hälfte in Minden und Sondershausen
Im abgelaufenen Jahr flossen knapp 55 Mio. Euro in das Unternehmen – überwiegend in Gebäude sowie in Anlagen und Maschinen. Den Großteil der Investitionen – rund 33 Mio. Euro bzw. fast 60% – tätigte das Familienunternehmen nach wie vor in Deutschland. In Minden wurden 26 Mio. Euro investiert, in Sondershausen, an dem auch das weltweite Logistikzentrum angesiedelt ist, sieben Millionen Euro.
„Obgleich Asien für uns als Markt und Produktionsstandort immer mehr an Bedeutung gewinnt, stärken wir weiterhin unsere europäischen Standorte in Deutschland, Polen und der Schweiz“, unterstreichen die Geschäftsführer.
Geschäftsführung erwartet für 2013 ein moderates Wachstum
Das Mindener Unternehmen hält an seiner Wachstumsstrategie fest und sieht das Potenzial, um in der Verbindungstechnik ebenso wie in der Automation weitere Marktanteile im Weltmarkt zu erobern. Angesichts der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfordere dies aber Geduld und Durchhaltevermögen. Für das Jahr 2013 erwartet die Firmenleitung ein moderates Wachstum.
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