Sensorik und Messtechnik Wachstum steigt und Security wird zur Pflicht

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Sieben Prozent Umsatzplus im dritten Quartal 2025: Die Sensorik- und Messtechnikbranche erholt sich. Gleichzeitig wird IT-Sicherheit zum Standard und drei Viertel der 450 AMA-Mitgliedsunternehmen setzen bereits auf systematische Cybersecurity.

Die 450 AMA-Mitgliedsunternehmen konnten im dritten Quartal ein Umsatzplus von sieben Prozent verzeichnen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die 450 AMA-Mitgliedsunternehmen konnten im dritten Quartal ein Umsatzplus von sieben Prozent verzeichnen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die deutsche Sensorik- und Messtechnikbranche zeigt erste deutliche Erholungszeichen: Laut der aktuellen Quartalsumfrage des AMA Verbands für Sensorik und Messtechnik unter rund 450 Mitgliedsunternehmen stieg der Umsatz im dritten Quartal 2025 um sieben Prozent gegenüber dem Vorquartal und um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Auftragseingang legte um sieben Prozent zu, das Book-to-Bill-Ratio von 1,02 weist auf einen leichten Nachfrageüberhang hin.

Wachstum und Kurzarbeit eng nebeneinander

(Bild:  AMA Verband für Sensorik und Messtechnik)
(Bild: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik)

(Bild:  AMA Verband für Sensorik und Messtechnik)
(Bild: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik)

Doch die Lage in der Branche bleibt zweigeteilt: Trotz der positiven Gesamtentwicklung meldeten elf Prozent der Mitgliedsunternehmen im dritten Quartal Kurzarbeit an. „Kurzarbeit und Wachstum existieren derzeit nebeneinander“, erklärt AMA-Geschäftsführer Philipp Gutmann. „Das zeigt, wie differenziert die Lage in der Sensorik und Messtechnik zu bewerten ist.“ Einzelne Marktsegmente leiden weiterhin unter Nachfrageschwächen, während andere bereits wieder deutlich zulegen.

Für das vierte Quartal erwarten die Unternehmen eine weitere, wenn auch moderatere Umsatzsteigerung von drei Prozent. Der vorsichtige Aufwärtstrend setzt sich damit fort, allerdings mit gedämpfter Dynamik. Entscheidend wird sein, ob sich die Nachfrage in den Anwenderindustrien nachhaltig belebt.

IT-Sicherheit ist ein zentrales Thema

Parallel zur wirtschaftlichen Erholung hat sich IT-Sicherheit als zentrales Thema in der Branche etabliert. 77 Prozent der befragten Unternehmen geben an, IT-Sicherheit bereits aktiv und systematisch zu adressieren – etwa durch regelmäßige Updates, klar definierte Prozesse und feste Verantwortlichkeiten. Weitere 15 Prozent befassen sich punktuell oder anlassbezogen mit dem Thema. Nur fünf Prozent sehen IT-Sicherheit aktuell noch nicht als relevantes Thema. „Die Ergebnisse zeigen, dass IT-Sicherheit in der Sensorik und Messtechnik angekommen ist“, sagt Gutmann. „Gleichzeitig bleibt Cyberresilienz eine Daueraufgabe, insbesondere angesichts zunehmender Vernetzung und digitaler Wertschöpfungsketten.“

Für Entwickler bedeutet das: IT-Sicherheit wird vom „Nice to have“ zur Standard-Anforderung. Regelmäßige Sicherheits-Updates und definierte Sicherheitsprozesse müssen bereits in der Designphase mitgedacht werden. Die Branche blickt trotz der uneinheitlichen Lage mit verhaltener Zuversicht in die Zukunft. Treiber wie Automatisierung, künstliche Intelligenz und nachhaltige Produktionsprozesse stärken die langfristigen Perspektiven. Mit einem Exportanteil von rund 48 Prozent bleibt die Sensorik- und Messtechnik jedoch weiterhin auf stabile wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen angewiesen. (heh)

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