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Viele Analogwerte – hohe Messgenauigkeit
Ein Argument gegen die Verwendung herkömmlicher SPS-Module war die Vielzahl von Analogeingängen, die zur Überwachung der Funktion in der Trocknungseinheit benötigt werden. Auf der Baugruppe gibt es 12 analoge Spannungseingänge, die Spannungen von 0 bis 10 Volt auf 1% genau messen. Daneben können über vier in 4-Leiter-Technik und acht in 2-Leiter-Technik ausgeführte PT100-Meßeingänge ebenfalls auf 1% genau Temperaturen zwischen 0 und 300 °C ausgewertet und ausgegeben bzw. bewertet werden – eine wichtige Aufgabe in einer Trocknungseinheit.
Flexibilität durch Auslagerung auf CPLD
Durch die Anzahl der bereitzustellenden Ein- und Ausgänge war schnell klar, dass ein Mikrocontroller allein dies nicht leisten kann. Deshalb fiel die Wahl auf einen zusätzlichen CPLD, auf den ein Teil der Ein- und Ausgänge ausgelagert wurde. Die Kommunikation zwischen Freescale-Mikrocontroller und Altera-CPLD erfolgt über SPI. Der CPLD bietet den Vorteil, dass neue Anforderungen flexibel durch Änderungen in der Software realisiert werden können, ohne ein kostenintensives Re-Design der Hardware vorzunehmen.
Die Vielzahl an Analogmesseingängen sowie an Digitalein- und -ausgängen in Verbindung mit den verschiedenen Kommunikationsschnittstellen sind die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zu herkömmlichen Industriesteuerungen. Um das System auch für weitere Nutzer interessant zu machen, wird in Kürze die Programmierschnittstelle CoDeSys integriert.
Die Bavaria Digital Technik GmbH ist der Systemlieferant für Elektronik, Automatisierungs- und Prozessleittechnik. Der Schwerpunkt liegt in der Entwicklung und Fertigung von individuellen elektronischen Baugruppen und Softwarelösungen. BDT betreut den kompletten Prozess von der Produktidee bis zum Service.
*Sonja Altweck ist Projektleiterin Hardwareentwicklung bei der Bavaria Digital Technik GmbH, Pfronten.
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