Infineon Volkswagen setzt XC2200-Mikrocontroller in der Komfortelektronik ein

Redakteur: Jan Vollmuth

Der Autokonzern Volkswagen setzt künftig Mikrocontroller der kürzlich vorgestellten Chipfamilie XC2200 von Infineon in der Komfortelektronik seiner Fahrzeuge ein. Die speziell für die Kfz-Elektronik entwickelten Bausteine sollen die Kommunikation zwischen einzelnen Auto-Subsystemen und deren Vernetzung steuern.

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Im Fahrzeug gibt es heute bis zu 50 Einzelsysteme, die in mehreren Kommunikationsnetzen – beispielsweise dem für die Motor- und Getriebesteuerung, Komfortelektronik oder Infotainmentanwendung – organisiert sind und die je nach Fahrsituation miteinander kommunizieren müssen. Hierfür zuständig ist das Gateway-Steuergerät, dessen Gehirn der Mikrocontroller ist.

Das Gateway-Steuergerät hat die Aufgabe, Daten zwischen den verschiedenen Netzwerken auszutauschen, abzugleichen und zu priorisieren. Es kontrolliert alle internen Schnittstellen (u.a. mit der Motorsteuerung, der Unterhaltungselektronik, dem Armaturenbrett und anderen Steuergeräten der Komfortelektronik) sowie die externe Kommunikation für erforderliche spätere Software-Updates, beispielsweise in der Werkstatt.

Später auch für weitere Autohersteller verfügbar

Für die Gateway-Funktion in den Fahrzeugen der Golf-Plattform werden ab dem Modelljahr 2009 eine sechste CAN-Schnittstelle und mindestens zwei LIN-Schnittstellen erforderlich sein. Die Entwicklung von neuen Steuergeräten auf Basis des XC2200-Mikrocontrollers ist bei Systemherstellern angelaufen. Der derzeit für den Einsatz in Volkswagens neuem Gateway-Steuergerät entwickelte XC2200-Mikrocontroller wird später auch für andere Automobilhersteller verfügbar sein.

Für die Fertigung der neuen 16-Bit Produktfamilie wird die bewährte 130-nm-Embedded-Flash-Technologie eingesetzt. Die gleiche Technologie wird auch für Infineons 32-Bit-TriCore Mikrocontroller eingesetzt, die bereits seit über einem Jahr in Volumen gefertigt und bereits in mehreren Steuergeräten bei Volkswagen verwendet werden.

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