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Komplexere SAW-Komponenten mit drei unabhängigen Fingerpaaren

SAW-Resonatoren haben zwei oder vier Anschlüsse
SAW-Resonatoren gibt es als 2- oder 4-Pin-Bauteile. 2-Pin-Bauteile sind vergleichbar mit Körperwellen-Quarzen. Sie werden typischerweise in modifizierten Colpitts-Oszillatorkonfigurationen eingesetzt, wo der Resonator zwischen der Basis des Transistors und Masse angeschlossen wird. Aufgrund ihrer kostengünstigen und robusten Ausführung sind typische Anwendungen dafür schlüssellose Schließsysteme für Kraftfahrzeuge, Reifendruckkontrollsysteme, Tür- und Toröffner, persönliche und Haussicherheitssysteme, Systeme für automatische Zählerstandsabfrage, kabellose POS-Terminals, Barcodeleser, Identifikationslabel und Computerzubehör. 4-Pin-SAW-Resonatoren verhalten sich ähnlich einem sehr schmalbandigen SAW-Filter. Üblicherweise befindet sich der Resonator zwischen den beiden Armen des Trimmnetzwerkes eines Pierce-Oszillators. Die Frequenz dieser Art Schaltung lässt sich etwas trimmen.
SAW-Oszillatoren bieten höhere Grundfrequenzen
SAW-Oszillatoren haben den Vorteil, dass sie deutlich höhere Grundfrequenzen erlauben als Körperwellen-Quarze. Im Gegensatz zu Körperwellen-Quarzen, wo die Dicke des schwingenden Bereiches frequenzbestimmend ist, wird die Frequenz von SAW-Oszillatoren durch die notwendige feine Struktur der Elektroden und die Schallgeschwindigkeit des Substrates begrenzt. Da sich feinere Strukturen wie in der Halbleiterindustrie mit Hilfe photolitographischer Prozesse erzeugen lassen, können SAW-Oszillatoren mit höheren Grundfrequenzen gefertigt werden.
AT-Quarze sind frequenzstabiler
SAW-Oszillatoren erreichen allerdings nicht die Frequenzstabilität von AT-Quarzen und sie eignen sich nicht zur Temperaturkompensation. Deshalb müssen in vielen Fällen zwei frequenzgebende Elemente eingesetzt werden: Der hochfrequente SAW-Filter erzielt dabei ein minimales Phasenrauschen und Frequenz-Jitter und wird mit einem Quarzoszillator niedrigerer Frequenz gekoppelt, der die benötigte hohe Frequenzstabilität ermöglicht.
Die neue Technik bietet eine ganze Reihe von Vorteilen

SAW-Oszillatoren mit sehr niedrigen Jitterwerten
SAW-basierende Oszillatoren können sehr geringe Jitterwerte aufweisen, sodass sie in Anwendungen wie digitalen Repeaterschaltungen für Glasfasernetzwerke (ATM/SONET/SDH) zur Datenkommunikation Einsatz finden. Abhängig vom Glasfasernetz sind dies Taktrückgewinnungs-SAW-Filter mit einer Mittenfrequenz für Bitraten von 155,52 Mbit/s (STM-1), 622,08 Mbit/s (STM-4) oder 2488,32 Mbit/s (STM-16). Die Frequenz dieser transversalen SAW-Filter liegt üblicherweise zwischen 700 und 1500 MHz. Die Einfügungsdämpfung für diese phasenlinearen Taktrückgewinnungs-SAW-Filter liegen häufig im Bereich 15 bis 20 dB und sie weisen im Durchlassbereich einen sehr geringen Phasen-Ripple auf.
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