Steuergeräte Vector stellt Kalibrierungs-Tool CANape 10.0 vor

Redakteur: Franz Graser

Vector Informatik, ein Spezialist für Echtzeitsysteme im Fahrzeug, hat die Steuergeräte-Kalibrierungssoftware CANape 10.0 auf den Markt gebracht. Das Tool unterstützt Funktions-Bypassing in Echtzeit sowie die Positionsbestimmung per GPS.

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Das Werkzeug CANape unterstützt Fahrzeugingenieure bei der Kalibrierung von Steuergeräten (Vector)
Das Werkzeug CANape unterstützt Fahrzeugingenieure bei der Kalibrierung von Steuergeräten (Vector)

Das in Stuttgart beheimatete Unternehmen hat in erster Linie die Bypassing-Funktion des Werkzeugs verbessert. Bei dieser Prototyping-Methode werden definierte Funktionen des zu entwickelnden Steuergeräts (ECU) an ein Prototyping-System übertragen.

Das Prototypensystem kann dann entweder anstatt oder zusammen mit dem ECU-Prozessor zum Testen der Funktionen herangezogen werden. Im letztgenannten Fall werden beide Systeme synchronisiert, das Prototypensystem fungiert dann als Co-CPU. Auf diese Weise können die Funktionen in Echtzeit getestet werden.

Im Zusammenspiel mit dem Netzwerkinterface VN8900 erreicht CANape 10.0 beim Bypassing ein deterministisches Zeitverhalten zur Verfügung, das Netzwerkinterface fungiert dabei dank des integrierten Rechners auch als Ausführungsplattform. Die Verbindung mit dem Steuergerät wird dabei mit dem Messwerkzeug VX1000 hergestellt.

Unterstützung für Autosar-Standard

Außerdem wartet die Software mit Unterstützung der Systembeschreibungen für die Bussysteme CAN und FlexRay nach dem Autosar-Standard auf. Der Status Monitor hilft bei der Analyse von Betriebszuständen, Zustandsübergängen, Ereignissen und deren zeitlichen Abhängigkeiten auf Autosar-Steuergeräten.

Die Lösung erlaubt es auch, sehr lange Objektnamen zu verwenden, die aus Autosar- beziehungsweise Simulink-Umgebungen heraus generiert werden.

Nicht zuletzt wurde die Software mit einer GPS-Funktion ausgestattet. Das bedeutet, dass beim Fahrtest die Position des Fahrzeugs jederzeit anhand elektronischer Karten wie zum Beispiel Google Maps visualisiert werden kann. Das erleichtert es, die aufgezeichneten Messdaten zu interpretieren, da nun auch die geografischen Gegebenheiten bei der Auswertung mit einbezogen werden können.

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