Cybersicherheit VARTAs Produktion steht nach Cyberattacke still

Aktualisiert am 15.02.2024 Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Am 13. Februar 2024 gaben die Verantwortlichen des Batterie- und Energiespeicherherstellers VARTA den Stillstand an fünf Produktionsstandorten bekannt. Der Grund: Die IT-Systeme des Unternehmens wurden von einem Cyberangriff getroffen.

VARTA meldet Cyberattacken gegen seine IT-Systeme.(Bild:  VARTA AG)
VARTA meldet Cyberattacken gegen seine IT-Systeme.
(Bild: VARTA AG)

In den Zeiten, in denen das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, machte sich kaum jemand Sorgen um Datenschutz und vor allem Datensicherheit beziehungsweise um die Sicherheit der IT-Strukturen in einem Unternehmen. Dabei ist die Bedeutung der Cybersicherheit für die Industrie mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung von industriellen Systemen und Prozessen stetig gewachsen.

Bereits seit den 1970er- und 1980er-Jahren begannen Industrieanlagen, sich zu vernetzen. Mit der Einführung von computergestützten Systemen gewannen Sicherheitsfragen zunehmend an Relevanz. Die stetig wachsende Vernetzung durch das Internet der Dinge hat die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit von Industrieanlagen gelenkt. Wirtschaftliche Auswirkungen von Cyberangriffen und die Einführung strengerer regulatorischer Anforderungen haben die Notwendigkeit verstärkt, proaktiv Maßnahmen zur Sicherung zu ergreifen, um Betriebsunterbrechungen sowie Datenverluste zu verhindern.

Transparenz bezüglich eines Cyberangriffs gemäß Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 hat in den vergangenen Tagen der Batterie- und Energiespeicherhersteller VARTA gezeigt. Am 13. Februar 2024 ist bekannt gemacht worden, dass die VARTA Gruppe in der Nacht zuvor Ziel einer Cyberattacke geworden ist, die gegen die IT-Systeme des Unternehmens gerichtet wurde.

Die Produktion steht still

Weil der Angriff gegen die IT gerichtet worden war, sind sowohl die Verwaltung als auch die Produktionsstätten in Ellwangen, Nördlingen und Dischingen sowie zwei weitere in Rumänien und Indonesien betroffen. Aus Sicherheitsgründen wurden entsprechend die IT-Systeme und damit auch die Produktion vorübergehend heruntergefahren und vom Internet getrennt. Am 13. Februar wurde von Seiten VARTAs noch nach den Auswirkungen der Cyberattacke gesucht und zu dem Zeitpunkt konnte nicht bekannt gegeben werden, in welchem Umfang ein tatsächlicher Schaden entstanden ist.

Der Stillstand der Produktion ist im Zweifel schon ein schwerer Schlag, der sich, je nach Dauer der Situation, gravierender auswirken kann. Im Fall von VARTA kommt der Stillstand durch die Cyberattacke zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn die Unternehmensführung muss sich seit Beginn 2023 mit Restrukturierungsmaßnahmen und Kapitalerhöhungen auseinandersetzen.

„Entsprechend des für solche Situationen vorgesehenen Notfallplans wurden aus Vorsichtsgründen umgehend erforderliche Maßnahmen durchgeführt, und eine sofort eingerichtete Task-Force arbeitet mit Unterstützung von Cybersecurity-Experten und Datenforensikern daran, den Normalbetrieb schnellstmöglich wiederherzustellen und den Vorfall aufzuarbeiten“, hieß es aus dem Unternehmen. (sb)

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