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Kostensenkungen als Treiber
Ein großer Treiber für IoT-Projekte sind Kostensenkungen. Dazu gehören vor allem Automatisierungslösungen: Fast die Hälfte (42 Prozent) der Teilnehmer möchte in den nächsten zwei Jahren eine IoT-fähige Lösung für Gebäudeautomation einführen. Von Gebäudeautomationslösungen versprechen sich 63 Prozent der Entscheider große Einsparpotenziale, 62 Prozent wollen mit Hilfe von Industrieautomation ihre Kosten senken.
Vorteile versprechen sich Entscheider auch durch mobile Anwendungen: Zwei Drittel der Unternehmen (67 Prozent) planen die Einführung innerhalb des nächsten Jahres. Ein Drittel der Befragten (32 Prozent) leitet diesen Schritt sogar bereits in den nächsten sechs Monaten ein. Als Hauptgrund werden mögliche Kosteneinsparungen von bis zu 59 Prozent angegeben.
Außerdem planen 63 Prozent der befragten Unternehmen noch im Jahr 2016 das Verhalten ihrer Kunden mittels IoT-Technologien zu analysieren. Zu den wichtigsten Geschäftsvorteilen zählen hierbei eine schnelle Problemlösung, ein verbesserter Kundenservice und eine höhere Kundenzufriedenheit.
Aller Anfang ist schwer
Ebenso kam die Umfrage zu dem Ergebnis, dass es Firmen schwerfällt, einen Einstieg in das IoT zu finden und die tatsächliche Wertschöpfung nachzuweisen. Außerdem kann es sich kaum ein Unternehmen leisten, die bestehende Infrastruktur abzuschaffen und zu ersetzen. Das IoT wird demnach eher bestehende Investitionen ergänzen und Geschäftsprozesse und -ergebnisse im Laufe der Zeit verändern.
Dazu sagt Jürgen Siefert: „Eine Einführung gelingt am besten Schritt für Schritt. Unternehmen können die Vorteile zunächst anhand von Pilotprojekten mit schnellem ROI nachweisen, bevor sie dann den Anwendungsbereich ausweiten. Eine IoT-Lösung sollte sich auch dadurch bewähren, dass sie die Energieeffizienz maximiert und die Leistung und Verlässlichkeit von Anlagen optimiert. In den letzten Jahren hat sich zudem das Aufwands- und Ertragsverhältnis bei der Konnektivität verändert. Inzwischen können Anlagen mit Hilfe von Chip-Systemen (System-on-Chip, SoC) in ein Netzwerk eingebunden werden. Sensoren sind erschwinglich geworden. Schon bald werden Betriebe ihre gesamten Anlagen genau überwachen können, anstatt nur einen Bruchteil davon, wie es bisher der Fall war.”
Das Resümee lautet:
- Unternehmen planen kein großes zusätzliches Budget für das IoT ein. Stattdessen starten sie IoT-Initiativen, um einen größeren Nutzen aus ihren bestehenden Investitionen und Prozessen in den Bereichen OT (Operational Technology) und IT (Information Technology) zu ziehen. Ein Ansatz, der funktioniert.
- Anwender von IoT-Lösungen sind der Meinung, dass sich Anlagen- und Energiemanagement gut als Testgrundlage für IoT-Initiativen eignen. Dort zeigen sich schnell und relativ günstig verwertbare Ergebnisse.
- Das IoT schließt die Lücke zwischen OT und IT: Unternehmen erhalten Zugang zu einem umfangreichen neuen Daten-Pool, der im Laufe der Zeit immer bessere Einblicke in den Betrieb ermöglicht und so zur Optimierung beiträgt. Hier wird auch Wert auf die Zusammenarbeit mit Partnern gelegt, die sich in beiden Bereichen auskennen.
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