Humanoide Robotik United Robotics Group ist zurück mit humanoidem Prototyp

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Die neu aufgestellte United Robotics Group präsentiert mit uMe einen humanoiden Prototyp zur CES 2026. Der Roboter spricht, erkennt seine Umgebung per Sensorik und hängt an der Plattform uGo+. URG zielt damit auf Pflege, Bildung und Forschung.

Humanoider Prototyp uMe: United Robotics Group zeigt auf der CES 2026 erste Kernfunktionen wie sprachbasierte Interaktion, sensorbasierte Wahrnehmung (Kameras, Tiefensensorik, Mikrofonarray) und die Anbindung an die Plattform uGo+.(Bild:  United Robotics Group)
Humanoider Prototyp uMe: United Robotics Group zeigt auf der CES 2026 erste Kernfunktionen wie sprachbasierte Interaktion, sensorbasierte Wahrnehmung (Kameras, Tiefensensorik, Mikrofonarray) und die Anbindung an die Plattform uGo+.
(Bild: United Robotics Group)

Noch vor einem Jahr insolvent, stellt die jetzt neue United Robotics Group (URG) aus Stuhr bei Bremen auf der CES 2026 in Las Vegas den humanoiden Roboter „uMe“ vor. Das Unternehmen spricht bewusst von einem technologischen Prototyp, der ausgewählte Kernfunktionen zeigt, statt ein fertiges Produkt zu versprechen. Auf dem Messestand soll uMe unter anderem sprachbasierte Interaktion, vorprogrammierte Bewegungsabläufe und sensorbasierte Wahrnehmung demonstrieren.

Für die Wahrnehmung setzt URG nach eigenen Angaben auf hochauflösende Kameras, Tiefensensorik und ein Mikrofonarray. Dazu kommt ein interaktives Display, das Inhalte anzeigen und Dialoge unterstützen soll. Der zentrale Punkt aus URG-Sicht: uMe hängt softwareseitig vollständig an der Plattform uGo+ und soll sich in bestehende Datenflüsse, Geräteanbindungen und Workflows einfügen.

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Praxisfelder statt Showeffekt

URG verortet uMe in Umgebungen, in denen soziale Interaktion und Zugänglichkeit zählen. In Bildungseinrichtungen soll der Roboter Lerninhalte unterstützen und technische Zusammenhänge greifbarer machen. In Pflegeumgebungen sieht das Unternehmen Potenzial, Routinen zu begleiten und Personal über Gespräche, Aktivierung und Orientierung zu entlasten. Forschungsteams wiederum könnten uMe als Testbett nutzen, um Robotikfunktionen zu entwickeln und im Alltag zu erproben.

Wassim Saeidi, Gründer und CEO der United Robotics Group, erklärt: „uMe ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung unserer Plattform. Er macht deutlich, wie humanoide Robotik künftig einen Beitrag zu gesellschaftlichen Herausforderungen leisten kann. Entscheidend ist für uns nicht das Spektakuläre, sondern der praktische Nutzen. Wir zeigen, wie sich ein humanoides System in bestehende Prozesse integrieren lässt und echten Mehrwert für Pflegekräfte, Lehrende und Forschende schaffen kann.“

uGo+ soll mobile und humanoide Systeme zusammenbringen

Mit uGo+ beschreibt URG eine gemeinsame Software-Architektur, die verschiedene Robotertypen zusammenführt. Die Plattform soll sich anwenderzentriert weiterentwickeln und perspektivisch einen klaren No-Code-Charakter bekommen. Das Ziel: Nutzerinnen und Nutzer sollen Robotik-Workflows konfigurieren und anpassen können, ohne selbst zu programmieren.

Gleichzeitig positioniert URG uMe als offene, erweiterbare Plattform für Partner aus Industrie, Forschung und Bildung. Diese könnten Module beisteuern, Funktionen testen und neue Szenarien pilotieren. Im bestehenden Portfolio nennt URG unter anderem uLab Mobile für Laborumgebungen, uClean für Reinigungsaufgaben, uLog für autonome Transporte und uServe für Serviceeinsätze. uMe soll dieses Spektrum künftig als humanoide Komponente ergänzen. (mc)

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