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GM: Ein weiterer Grund, warum Hammer für Toshiba eine strategisch wichtige Wahl für die Weiterentwicklung von SSD war, ist, dass alle Märkte die Toshiba künftig bedienen wird, auch Märkte für SSD sind und Hammer darin bereits signifikante Anteile hat. Wenn diese Märkte auf SSD übergehen, hat Hammer bereits einen etablierten Verkaufskanal für Datenspeichergeräte zur Verfügung. Das bedeutet, dass wir in der Lage sind, mit Toshiba und ihren Produkten gemeinsam davon zu profitieren, wenn diese Märkte bereit sind, auf SSD umzusteigen.
SA: Bis Mitte 2010 war unsere SSD-Verkaufsstrategie auf den PC-Markt fokussiert, jetzt suchen wir nach Erweiterungsmöglichkeiten, um mit einem starken Distributionskanal unter unterschiedlichen Gesichtspunkten in neue Märkte zu gehen. Dies eröffnet uns auch einen Zugang zu Nischenmärkten, die wir bislang nicht bedienen konnten, denn ein starker Distributionspartner wie Hammer bietet uns diese Möglichkeit. Da SSD als Kernbauteil in vielen Anwendungen und Produkten zu finden ist, sind wir sicher, dass wir gute Erfolgsaussichten bei einer größeren Kundenbasis haben werden.
Einschätzung des derzeitigen SSD-Markts
GM: Der heutige SSD-Markt ist sehr unübersichtlich und es fehlt das Wissen, wahrscheinlich verursacht durch die Verbreitung von „SSD-ähnlichen“ Laufwerken durch Hersteller, die NAND-Flash und Controller von Fremdanbietern aus unterschiedlichsten Quellen nehmen. Diese entsprechen jedoch bezüglich Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit häufig nicht den Anforderungen. Dies hat zwar auf der einen Seite zu einem Interesse der Anwender für SSD geführt, auf der anderen aber auch zu großer Verunsicherung.
Es gibt bei diesen Herstellern häufig eine mangelnde Kenntnis des Speichermarktes sowie der NAND-Flash-Technik oder Controller-Technik für Datenspeicher. Deshalb sehen wir in diesem Markt eine gute Möglichkeit für die Rolle, die Toshiba in diesem Markt künftig spielen wird. Unsere Partnerschaft mit Toshiba bringt Vorteile, wegen der Präsenz von Hammer an vorderster Front im Speichermarkt und seinem Engagement, diesen Markt auszubauen und mit Technologien anzuführen, da sie ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden und ihre Erwartungen an die Technik haben.
Es ist ein Markt der ein großes Potenzial besitzt, der aber auch verwirrend sein kann - mit einer Überflutung von „SSD-ähnlichen“ Produkten. Es gibt nur einige wenige echte SSD-Entwickler und Hersteller in diesem Markt, und Toshiba ist einer davon. Durch die Rolle von Hammer, weiterhin die nötigen Schulungen für die Kunden durchzuführen und ein zuverlässiges Produkt anzubieten, ist dies wichtig für die Sicherung unseres SSD-Wachstums und der Strategie.
AS: Basierend auf unserer Erfahrung mit der NAND-Flash-Technik, sind wir sehr auf Flash-ICs aber auch auf SSD als Speichersystem konzentriert - nicht nur bei PCs sondern auch in einer Vielzahl weiterer Anwendungen und Märkte. Was wir erkennen können, sind wachsende Erwartungen bezüglich der Sicherheit, Zuverlässigkeit und der Vorzüge von Flash, wie höhere Leistung, geringerer Stromverbrauch, hohe Robustheit, geringes Rauschen und kleinere Ausmaße im Vergleich zu rotierenden Speichermedien.
Toshiba kann ein vollständig integriertes System liefern, das komplett von Toshiba entwickelt und gefertigt wird: NAND-Flash, Controller, Gehäuse und alles was noch dazugehört. Wir können auch die volle Integrität der Qualitätssicherung (QA) und Logistiksysteme anbieten.
Wie gestaltet sich der Übergang auf SSD im Markt und die besondere Rolle Toshibas dabei?
SA: Es gibt viele verfügbare SSDs auf dem Markt, jedoch sind „SSD-ähnliche“ Qualität und Leistungsfähigkeit nicht vergleichbar mit „echten SSDs“, die von den führenden Herstellern der NAND-Technik entwickelt und gefertigt werden. „Echte SSDs“ sind nicht nur einfach die Kombination von MLC, NAND-Flash und Controller, die zusammengebaut und geliefert wird. Viele Leute bezeichnen dies zwar als SSD, aber das ist nicht notwendigerweise die Wahrheit. In vielen Fällen stellt es sich heraus, dass es stattdessen nur ein minderwertiges Plagiat ist. In der Realität sind die „echten SSD-Spezifikationen“ wesentlich besser als die, die momentan von den meisten Herstellern von „SSD-ähnlichen“ Produkten implementiert werden.
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