Software-Security

Tipps zum abwehren von Schadsoftware in der Automatisierung

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Software-Sicherheit vorleben, Bewusstsein schärfen

Tino Hildebrand, Leiter Marketing & Promotion Simatic HMI: "Die Erstellung eines IT-Sicherheitskonzepts mit Verhaltensregeln und technischen Maßnahmen ist für jeden Kunden individuell machbar und sinnvoll". (Bild: Siemens)
Tino Hildebrand, Leiter Marketing & Promotion Simatic HMI: "Die Erstellung eines IT-Sicherheitskonzepts mit Verhaltensregeln und technischen Maßnahmen ist für jeden Kunden individuell machbar und sinnvoll". (Bild: Siemens)
Weil Software-Sicherheit kein Produkt ist, das man einfach kaufen kann, sondern ein Prozess, den man leben muss, setzt Siemens neben umfassenden Sicherheitseinrichtungen für Maschinen und Anlagen auch darauf, das Risikobewusstsein von Mitarbeitern zu schärfen. Für Tino Hildebrand, Leiter Marketing & Promotion Simatic HMI der Siemens Division Industry Automation gehören dazu die Ausbildung der Mitarbeiter und ein tieferes Verständniss der Verantwortungen: „Die Erstellung eines IT-Sicherheitskonzepts mit Verhaltensregeln und technischen Maßnahmen ist für jeden Kunden individuell machbar und sinnvoll. Ein Aspekt eines solchen Sicherheitskonzepts könnte die laufende Suche von Schwachstellen und deren Beseitigung sein. Dadurch wird die IT-Sicherheit zu einem festen Bestandteil des sicheren Betriebs einer Anlage – und die bösen Überraschungen werden auf ein Minimum reduziert.“

Beispiel für ein derartiges Produkt ist das Scalance S602-Modul von Siemens zum Schutz von Geräten und Netzen in der Automatisierungstechnik und zur Sicherung der industriellen Kommunikation mit Firewall. Als weitere Funktionen zählt Tino Hildebrand auf: Adressumsetzung (NAT/NAPT), DHCP-Server, Syslog, Symbol-Namen für IP-Adressen. Ein anderes Beispiel ist der Simatic Net Industry Ethernet Softnet Security Client Edition zum Aufbau von sicheren IP basierten VPN-Verbindungen von PC/PG zu Netzwerk-Segmenten, die durch Scalance S im Bridge-Modus abgesichert sind.

Beim Frequenzumrichter anfangen

Eines der Unternehmen, das plötzlich mit Stuxnet konfrontiert war, ist Vacon. Auslöser und Motivation für den finnischen Hersteller von Frequenzumrichtern jetzt mit dem Sicherheitsspeziallisten F-Secure zu kooperieren. Gemeinsam will man sicherheitsrelevante Themen in der industriellen Automatisierung erforschen. „Stuxnet hat gezeigt, dass Malware durchaus in die Steuerung von Industrieanlagen eingreifen kann, ausgehende Befehle modifizieren und dabei sehr komplexe Veränderungen am System vornehmen kann“, sagt Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure. „Ich befürchte, wir werden noch weitere Angriffe dieser Art sehen.“ Verständlich, dass Vacon seinen Kunden verstärkt Sicherheit in Sachen Frequenzumrichter bieten und offene sicherheitsrelevante Fragen beantworten will. „Mit Hilfe von F-Secure können wir das sicherstellen“, bekräftigt Heikki Hiltunen, Executive President bei Vacon, den Entschluss zur Zusammenarbeit.

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