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Neben einem leistungsfähigen Kameramodul spielt besonders in der THT-Lötstelleninspektion die Beleuchtung eine herausragende Rolle. Aufgrund der größeren Bauteilhöhe können nur flexible Beleuchtungseinheiten eine ausreichend gute Ausleuchtung des Prüflings beziehungsweise der Lötstellen gewährleisten.
Bei LaserVision-Systemen besteht die Beleuchtungseinheit deshalb aus bis zu 10 unabhängig voneinander programmierbaren Modulen. Die seitlichen Beleuchtungsmodule, ein Top-Licht und ein sogenanntes Koaxiallicht, bei dem Licht durch das Objektiv eingebracht wird, schaffen optimale Bedingungen für exakte Messungen. Zusammen mit dem Einsatz eines telezentrischen Objektivs werden so besonders kontrastreiche und verzerrungsfreie Bilder ohne Parallaxenfehler erzeugt, die die Grundlage für die Beurteilung der Lötstellen bilden.
Durch die Integration seitlich blickender Kameras können weitere Bildinformationen, beispielsweise zu verdeckten Lötstellen, gewonnen werden. LaserVision-Systeme sind als kompaktes Tischsystem sowie als Standalone mit manueller Schublade oder auch als Inline-System zur Integration in die Fertigung verfügbar.
Direkte Eingriffsmöglichkeiten sparen Kosten
Neben den Standard-AOI-Systemen gibt es im Bereich Machine Vision kundenindividuelle Sonderentwicklungen zur Integration in spezifische Produktionsumgebungen - zum Beispiel zur Montage in Bandstrecken oder zur THT-Lötstelleninspektion in selektiven Lötanlagen. Prüftechnik Schneider & Koch hat den Softwareanteil sowie Teile der Hardware für Machine Vision-Lösungen standardisiert – sie beruhen auf skalierbaren Komponenten der LaserVision-Systeme. So kommen für spezielle Anforderungen wirtschaftliche, leistungsstarke und im Praxiseinsatz langjährig bewährte Werkzeuge zum Einsatz.
Machine Vision-Lösungen sind immer dann gefordert, wenn schlüsselfertige Systeme – auch wenn sie individuell konfigurierbar sind – nicht in Frage kommen. Als Experten für Test-Engineering übernehmen die Ingenieure von Prüftechnik Schneider & Koch die gesamte Projektabwicklung von der frühen Entwicklungsphase bis hin zur Integration. So können Lötstellen schon im Fertigungsprozess sicher und reproduzierbar in Anlehnung an die Richtlinie IPC-A-610 zu Abnahmekriterien für elektronische Baugruppen geprüft werden.
Besonders vorteilhaft ist die Integration von Inspektionsaufgaben aufgrund der besonders kurzen Regelschleifen in der Prozesskontrolle. So können Fehler direkt an die Lötanlage gemeldet werden – mit der Möglichkeit eines direkten Eingriffs, um den Lötprozess zu korrigieren. Werden Prüfungen erst später durchgeführt, sind die Fehlerermittlung und -reparatur wesentlich aufwändiger und mit hohen Kosten verbunden. Serienfehler werden gegebenenfalls zu spät erkannt.
Durch applikationsspezifische Konfiguration der Prüfprogramme kann die ausgereifte Systemsoftware LVInspect nicht nur für LaserVision-Systeme, sondern auch als Basis für Sonderprüfaufgaben genutzt werden. Anwender können somit aus dem stets aktualisierten und weiterentwickelten Gesampaket die für sie notwendigen Funktionen und Testroutinen auswählen. Diverse Kommunikationsschnittstellen, Offline-Programmiermöglichkeiten und die komplette Anbindung an die Produktionsumgebung (Statistik-Daten, Reparaturplatz, CAD-Datenkonverter etc.) sind bereits implementiert. Die Prüfprogrammerstellung selbst gestaltet sich durch vollautomatische Eingangsdatenkonvertierung, grafisch unterstütztes Setzen der Prüfschritte und Wizard-geführte Eingaben schnell und anwenderfreundlich.
* Ronald Block ist geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Prüftechnik Schneider & Koch mit Sitz in Bremen.
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