Smart-Home-Anwendungen Testverfahren auf Basis des EEBus überprüft Datenaustausch

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Wie lässt sich der Informationsaustausch beispielsweise zwischen einer Solaranlage und einem Trockner testen? Der VDE hat mit einem Partner auf Basis des EEBus ein Testverfahren entwickelt, um genau diesen Austausch zu überprüfen.

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Testverfahren auf Basis des EEBus für Smart-Home-Anwendungen
Testverfahren auf Basis des EEBus für Smart-Home-Anwendungen
(Kellendonk)

In einer vernetzten Welt korrespondieren alle technischen Geräte intelligent miteinander. Um dieses Ziel umzusetzen, haben das Prüf- und Zertifizierungsinstitut des VDE und das Kölner Unternehmen Kellendonk Elektronik gemeinsam auf Basis des EEBus ein Testverfahren entwickelt. Damit lässt sich der Datenaustausch zwischen unterschiedlichsten Komponenten und Systemen im Smart Home im Hinblick auf Interoperabilität überprüfen.

So soll der Verbraucher zukünftig sicher sein, dass Produkte, die vom neuen Testsystem des VDE Instituts für gut befunden wurden, alle Anforderungen im Hinblick auf Interoperabilität für den täglichen Einsatz erfüllen. „Bisher gab es eine Unsicherheit der Privatnutzer, bei der Vielzahl der technischen Angebote die richtige Wahl zu treffen, etwa im Hinblick auf Informationssicherheit, Datenschutz und vor allem Konformität und Interoperabilität der unterschiedlichen Systeme“, erklärt es Wilfried Jäger, Vorsitzender der Geschäftsführung des VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut. „Künftig wird es da mehr Sicherheit geben. Mit dieser Entwicklung streben wir an, die Schwelle zum Massenmarkt zu überschreiten.“

Informationsaustauscher – Genügend eigenerzeugter Solarstrom

„Grundlage für die Konnektivität zwischen Geräten ist das offene EEBus System. Diese Technologie ermöglicht die Geräte-Kommunikation unabhängig von Marken und Gewerken“, beschreibt es Peter Kellendonk, Geschäftsführer von Kellendonk Elektronik. Hierbei testet das VDE Prüfinstitut beispielsweise den Informationsaustausch zwischen einer Solaranlage und einem Trockner. „Hintergrund dabei ist der Kundenwunsch, möglichst nur auf eigene, erneuerbare Energien zurückzugreifen“, erläutert Peter Kellendonk.

Nach einmaliger Aktivierung des zentralen Energie Managers wird automatisch überprüft, ab welchem Zeitpunkt genügend eigenerzeugter Solarstrom für einen Trockenvorgang zur Verfügung steht. Sollte das innerhalb der vorgegebenen Frist nicht der Fall sein, geht der Trockner zum letztmöglichen Zeitpunkt mit konventionell erzeugtem Strom in Betrieb. Der jeweilige Status bei dieser intelligenten Steuerung sowie der aktuelle Stromtarif können anschaulich auf unterschiedlichen Displays gezeigt werden.

Um das Potential eines allgemeinen Informationsaustauschs optimal zu nutzen, definiert die EEBus-Initiative die notwendigen Inhalte der Gerätekommunikation und führt sie der Standardisierung zu. Zudem strebt die Initiative eine weltweite Anwendung der Technologie an. Deshalb erfolgt ein großer Teil der Arbeit auf internationaler Ebene und in dort tätigen Normierungsgremien. „Die von der EEBus Initiative entwickelten Anwendungen und die daraus abgeleiteten technologieneutralen Datenmodelle werden durch das Testprogramm des VDE Prüfinstituts auf Basis einer auf Normen definierten Interoperabilität geprüft,“ schließt Jäger ab.

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