RENA Technologieführer für nasschemische Solaranlagen kauft Höllmüller Maschinenbau

Redakteur: Claudia Mallok

Die RENA GmbH in Gütenbach bei Furtwangen/Südschwarzwald übernimmt die Höllmüller Maschinenbau GmbH mit Sitz in Herrenberg und Roth. Beide Firmen fertigen Anlagen zur Herstellung von Solarzellen und wollen ihre Produktionskapazitäten für den stark wachsenden Solarmarkt ausbauen.

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Marktbeobachter gehen von einem Wachstum der Solarindustrie von über 30% p.a. in den nächsten Jahren aus. Während die Siliziumknappheit das Wachstum in der Vergangenheit gebremst hat, sieht LBBW in seiner jüngsten Studie zum Fotovoltaikmarkt bei Produktionsanlagen zur Herstellung von Solarzellen einen möglichen Engpass. Die beiden Anlagenhersteller RENA und Höllmüller sehen darin eine große Chance für die Expansion der Unternehmen. Um ihre Marktposition zu stärken, hat die RENA GmbH die Höllmüller Maschinenbau GmbH zu 100% übernommen. Beide Firmen werden weiterhin unter ihrem Firmennamen am Markt agieren.

Weltweit führende Prozesstechnologie für nasschemische Solaranlagen

Die 1993 gegründete RENA GmbH hat 2001 die Produktion von Anlagen für die Solarzellenherstellung aufgenommen. 2006 wurde das Produktspektrum um Anlagen für die Solarwaferherstellung erweitert. Die Prozesstechnologie für nasschemische Anwendungen gilt als weltweit führend. RENA beschäftigt 300 Mitarbeiter an drei Standorten in Deutschland sowie mehreren Serviceniederlassungen im In- und Ausland und wurde im vergangenen Jahr als eines der Top 5 innovativsten mittelständischen Unternehmen ausgezeichnet. 2006 setzte das Unternehmen mit seinen nasschemischen Anlagen für die Halbleiter- und Solarbranche mehr als 60 Mio. € um. Mit der Akquisition ist ein Umsatz in 2007 von über 100 Mio. € angestrebt.

Höllmüller Maschinenbau entwickelt und fertigt mit 330 Mitarbeitern in Deutschland und Polen nasschemische Anlagen für den Einsatz in der Galvanik-, Flatpanel- und Displayfertigung sowie Solarindustrie. 2006 hat das Unternehmen 36 Mio. € erwirtschaftet.

Technologische Kompetenz beider Anlagenhersteller ergänzt sich

„Eine sehr positive Kombination zweier am Markt etablierter Firmen – für uns eine Win-Win-Situation“, kommentiert Joe Kresky, Höllmüller-Geschäftsführer, die Übernahme. Beide Firmen ergänzen sich technologisch und hätten gemeinsam die richtige Basis, um sich am Weltmarkt erfolgreich behaupten zu können.

„Für uns ist dies ein großer Schritt nach vorne“, betont RENA-Geschäftsführer Jürgen Gutekunst. „Wir wollen unsere Marktanteile im stark wachsenden Markt in der Fotovoltaikindustrie noch stärker ausbauen und schlagkräftiger auf dem Weltmarkt agieren können. Dies gelingt uns, indem wir unsere Produktionskapazitäten dem Tempo des Marktes anpassen,“ so Gutekunst weiter. Mittelfristig will man die Kapazitäten in Polen mindestens verdoppeln. Ebenso sollen die deutschen Standorte verstärkt ausgebaut werden. Mit der Integration des weltweiten Vertriebs- und Servicenetzes erhöhen beide Unternehmen Vertriebsstärke und Kundennähe.

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