Elektromobilität TE erwirbt Vermögenswerte für EV-Ladeinlets von Phoenix Contact

Von Kristin Rinortner 2 min Lesedauer

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TE Connectivity hat mit Phoenix Contact E-Mobility eine strategische Asset-Transaktion abgeschlossen. TE übernimmt damit einen Teil des E-Mobility-Geschäfts, das Ladeinlets für Elektrofahrzeuge fertigt. Finanzielle Bedingungen und Konditionen der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

Cherry Picking: Die E-Mobilitätssparte von Phoenix Contact verkauft Vermögenswerte für EV-Ladeinlets an TE.(Bild:  Phoenix Contact)
Cherry Picking: Die E-Mobilitätssparte von Phoenix Contact verkauft Vermögenswerte für EV-Ladeinlets an TE.
(Bild: Phoenix Contact)

Die Vereinbarung unterstreiche das Engagement von TE Connectivity (TE), seine kommerzielle Präsenz in wichtigen Märkten weiter auszubauen und Kunden in Europa und darüber hinaus eine wettbewerbsfähige Auswahl zu bieten, teilt das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz mit. Mit dem Schritt reagiere die Mobility-Sparte gezielt auf aktuelle Marktdynamiken – einschließlich des angekündigten Rückzugs der Phoenix Contact E-Mobility GmbH aus dem Automotive-Sektor, so TE.

„Der Ausstieg aus dem Automotive-OEM-Geschäft ist eine strategische Entscheidung, die auf einer fundierten Bewertung der globalen Marktvolatilität, des Investitionsbedarfs und der Skalierbarkeitsherausforderungen im Pkw-Bereich basiert. Gleichzeitig ermöglicht uns dieser Schritt, unser strategisches Profil zu schärfen und uns gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden auf die Wachstumsfelder zu konzentrieren, in denen wir nachhaltig Werte schaffen können“, erklärt Andreas Rau, CEO der Phoenix Contact E Mobility Holding SE.

Phoenix Contact E-Mobility steige nicht aus dem Großteil des E-Mobility-Geschäftes aus, unterstreicht Rau. Das Geschäft mit der Ladeinfrastruktur, das eng mit dem Kerngeschäft von Phoenix Contact verbunden ist, bleibe bestehen. Die E-Mobility-Sparte wird weiterhin mit Inlets die attraktive Nische des Nutzfahrzeuggeschäfts bedienen.

Gut positioniert für Umsatzwachstum

Mit dem Asset-Deal sei man gut positioniert, das Umsatzwachstum zu beschleunigen und die kontinuierliche Belieferung für zentrale OEM-Programme in einer sich weiterentwickelnden Branche sicherzustellen, teilt TE mit.

„Diese Vereinbarung unterstützt unseren Fokus, moderne Verbindungstechnik bereitzustellen, die für Fahrzeugplattformen der nächsten Generation essenziell sind“, erklärt Jean-Michel Renaudie, President TE Automotive. „Sie stärkt unsere Fähigkeit, unsere Kernkunden mit Kontinuität zu unterstützen, und festigt unsere Position in Europa.“

TE erwartet, dass die übernommenen Assets im Geschäftsjahr 2026 zum Umsatz des Unternehmens beitragen werden – mit zusätzlichen Effekten in den kommenden Jahren. Die notwendigen Technologien und Kompetenzen wird TE durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Engineering- und Commercial-Teams integrieren, gemeinsam mit der Phoenix Contact E-Mobility GmbH sowie den Kundenteams. Ziel ist ein nahtloser Übergang und die Fortführung bestehender Programme.

TE verfügt über ein breites Portfolio an Automotive-Produkten; die Vereinbarung soll die Fähigkeit des Unternehmens stärken, auf sich wandelnde Kundenanforderungen und den Wettbewerbsdruck im E-Mobility-Sektor zu reagieren.

Hintergrund zur E-Mobility-Sparte in Schieder

Im Zuge der Neuaufstellung als eigenständiger, globaler Teilkonzern der Unternehmensgruppe von Phoenix Contact hatte die Phoenix Contact E-Mobility Anfang 2025 ihre globale Fertigung neu disponiert. Damit reagierte das Unternehmen auf die strukturelle Veränderung des weltweiten E-Mobilitätsmarktes, in dem Europa, China und die USA zunehmend regional agieren.

Als strategische Antwort bündelte das Unternehmen Fertigungskapazitäten für den europäischen Markt in Polen. Dabei sollten auch die Lieferketten vereinfacht werden. Die hochautomatisierte Fertigung mit hohen Stückzahlen verblieb in Schieder. Der Standort agiert weiterhin als globales, operatives Headquarter der Phoenix Contact E-Mobility.

Die Zusammenfassung von Montage- und Logistiktätigkeiten im polnischen Werk in Rzeszów sollte künftig die Direktbelieferung europäischer Kunden für die Ladeinfrastruktur aus den produzierenden Werken ermöglichen. Manuelle Montagetätigkeiten sowie die Fertigung der Produkte für Ladeinfrastruktur erfolgten seitdem im Werk in Südpolen.(kr)

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