Industrie 4.0 Synapticon erhält den Innovation Award des TÜV SÜD für Digitized Industries
Das Entwicklungshaus Synapticon aus Gruibingen bei Stuttgart hat als erstes Unternehmen den TÜV SÜD Innovation Award for Digitized Industries erhalten. Mit dem Preis wird das Unternehmen für seine innovativen Lösungen für Anwendungen im Bereich Industrie 4.0 ausgezeichnet.
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Synapticon wurde 2010 von Nikolai Ensslen, Martin Schwarz und Andrija Feher gegründet und arbeitet heute am Hauptsitz Gruibingen sowie in Büros im kalifornischen Redwood und im serbischen Belgrad an Lösungen für cyber-physische Systeme. Neben internationalen Unternehmen wie Airbus und KUKA setzen Forschungseinrichtungen wie die Universitäten Harvard und Stanford, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die ETH Zürich auf die schwäbische Technikschmiede.
Um das Wachstum noch weiter voranzutreiben, hat Synapticon Entwicklungspartnerschaften, beispielsweise mit dem Prozessorhersteller XMOS in Großbritannien, ins Leben gerufen und arbeitet seit Jahren eng mit der Open-Source-Robotik-Community aus dem Silicon Valley zusammen. Hierbei sind bereits viele technische Ansätze für die Industrie 4.0 entstanden.
Nikolai Ensslen, Mitbegründer und Geschäftsführer von Synapticon, sieht die Rolle des Unternehmens primär darin, mit cyber-physischen Systemen die alte Welt der produzierenden Industrie mit der digitalisierten Wirtschaft zu verbinden. Mit cyber-physische Systemen werden beispielsweise Produktionsmaschinen durch eingebettete Software und Elektronik, die über Sensoren und Antriebselemente mit der Außenwelt verbunden sind, gesteuert.
Zusätzlich sind diese Systeme untereinander sowie via Internet miteinander vernetzt. Durch die Sensoren verarbeiten diese cyber-physische Systeme die Daten aus der physikalischen Welt und machen sie für netzbasierte Dienste verfügbar. Diese Dienste wiederum werden durch Antriebselemente ausgeführt und wirken somit direkt auf die physikalische Welt, also beispielsweise ein in der Produktion befindliches Produkt.
„Sensoren und Aktoren, wie wir sie etwa aus Produktionsanlagen kennen, verschmelzen durch unsere Lösungen nahtlos mit der virtuellen Welt der Informationstechnologie. Durch diese neuartige, enge Verknüpfung von Software, Netzwerken und Mechanik, schaffen wir völlig neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Automationslösungen und erhöhen so die Effizienz in der Produktion“, erklärt Nikolai Ensslen.
Ensslen fährt fort: „Für den Standort Deutschland wird dieser Wandel darüber entscheiden, wie wir uns im globalen Wettbewerb zukünftig behaupten werden. Auch deshalb fördert die Bundesregierung die Erforschung wesentlicher Aspekte von cyber-physischen Systemen im Rahmen der Hightech-Strategie 2020.“
Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des Smart Factory Innovation Forums in München. Das Forum vernetzt junge Unternehmen mit etablierten Firmen, fördert neue Entwicklungen und treibt deren Marktreife voran. Ausgerichtet wird das Forum gemeinsam von der Technologie-Industrie-Vereinigung, Munich Network, TÜV SÜD und Fraunhofer Venture.
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