Wettbewerb reech Studierende bauen innovative Windkraftanlagen

Redakteur: Peter Koller

Windkraftanlagen, die einem Planetensystem gleichen oder am gespannten Seil rotieren? So sehen Prototypen im studentischen Konstruktionswettbewerb „Stromerzeugung durch Windkraft“ aus, den die Hochschulgruppe reech des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bundesweit ausgeschrieben hat.

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Das KIT-Team „EnergyPack“ testet seine Kleinwindkraftanlage im Windkanal des Instituts für Strömungsmechanik des KIT.
Das KIT-Team „EnergyPack“ testet seine Kleinwindkraftanlage im Windkanal des Instituts für Strömungsmechanik des KIT.
(Lennart Ohlberg, reech)

Die einzige Vorgabe in dem Wettbewerb reech – renewable energy challenge e. V.: Die Drehflügel dürfen 1,4 Meter im Durchmesser nicht überschreiten. Am kommenden Freitag, 25. Juli, präsentieren vier Teams ihre Kleinwindkraftanlagen ab 10 Uhr auf dem KIT-Campus Süd und testen sie im Windkanal. „Der Wettbewerb gibt angehenden Ingenieuren die Chance, Wissen aus ihrem Studium praktisch anzuwenden und Erfahrungen in interdisziplinärer Projektarbeit zu sammeln“, sagt Lennart Ohlberg, Vorstandsmitglied von reech. Zudem könnten die Studierenden aus Maschinenbau, Chemie- und Wirtschaftsingenieurwesen die Zukunft der erneuerbaren Energien so aktiv mitgestalten. Eine Jury von Experten aus Forschung und Wirtschaft wird die Prototypen nach Kriterien wie Innovation, Montageaufwand und Umweltverträglichkeit bewerten. Auf Robustheit und Leistungsfähigkeit werden die Modelle im Windkanal des Instituts für Strömungsmechanik getestet. Die vier Prototypen im Kurzporträt:

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AnemoTec: Aus dem Wasser in den Wind (DHBW Heidenheim)

( KIT )
Anstelle von Windflügeln verfügt „AnemoTec“ über ein schraubenähnliches Gewinde – ein umfunktioniertes Messgerät, das aus der Gewässerkunde stammt. Der Vorteil: Nicht nur einzelne Flügel übertragen die Windkraft, sondern die gesamte frontal angeströmte Fläche. Durch eine geschickte Führung des Luftstroms erhöht sich zudem die Windgeschwindigkeit und damit das Drehmoment.

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EnergyPack: Notstromgenerator am Seil (KIT)

( KIT )
Der „EnergyPack“ ist ein längliches dreieckiges Kunststoffgehäuse, das unter anderem Seile und einen Stromgenerator enthält. Die drei Seitenteile der Verpackung lassen sich so zusammenstecken, dass sie kreisförmige Windflügel bilden, die frei drehbar an einem gespannten Seil befestigt werden. Dieses Windrad erzeugt genügend Energie, um ein mitgeliefertes Notfunkgerät zu betreiben.

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Offenburg – Vertikal: optimierte Windturbine (HS Offenburg)

( KIT )
Ausgangsbasis von „Offenburg – Vertikal“ sind zwei halbkreisförmige Flügel, die zu einem „S“ angeordnet sind. Drei strategisch angebrachte Bleche verbessern die aerodynamischen Eigenschaften dieser Windturbine: So schirmen sie den Flügel, der sich gerade mit seiner geschlossenen Seite gegen den Wind dreht, ab und leiten den Wind direkt auf die offene Seite des Antriebflügels um.

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WindZip: Windstrom aus dem Koffer (KIT)

( KIT )
„WindZip“ besteht aus neun leicht gekrümmten Blechen, die wie Planeten um einen vertikalen Stab kreisen – in unterschiedlichem Abstand und auf unterschiedlicher Höhe. Um die Windkraftanlage vor Überlast zu schützen und leichter abbauen zu können, ist sie mit einem Drehzahlbegrenzer und einer Feststellbremse ausgestattet. Zusammengepackt passt „WindZip“ in einen gewöhnlichen Reisekoffer.

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