Internet der Dinge Strategien der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation
Die Bereitstellung einer M2M-Lösung erfordert die enge Kooperation von Modulherstellern, Netzbetreibern und Anwendungsentwicklern. Eine Trendwende zu One-Stop-Shopping-Angeboten ist aber im Gang.
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Für viele Unternehmen ist die heutige zersplitterte M2M-Wertschöpfungskette ein Problem, da die Notwendigkeit besteht, bei der Auswahl von Produkten und Services auf unterschiedliche Anbieter zurückzugreifen. Diese Fragmentierung führt dazu, dass von der M2M-Idee bis zur tatsächlichen Markteinführung oft viele Jahre vergehen. Anwender von M2M-Lösungen suchen deshalb verstärkt Provider, die eine Kombination aus Hardware, Software, Services und Connectivity anbieten – also alle erforderlichen Leistungen aus einer Hand.
Telit hat diesen Weg bereits vor geraumer Zeit eingeschlagen und sich als Provider von M2M-Modulen sowie Managed und Value Added Services inklusive Application Enablement und Connectivity positioniert. Das Ziel ist es, Kunden bei der Realisierung und dem Betrieb einer Anwendung über die gesamte M2M-Prozesskette hinweg zu unterstützen.
Das betrifft zum einen die technische Beratung, die Auswahl des Mobilfunkmoduls und das SIM-Karten- beziehungsweise Modul-Management. Zum anderen umfasst das Angebot auch die Sicherstellung der Kompatibilität von M2M-Modulen und Netzwerken sowie Connectivity-Services und Internet-basierte Dienste wie das Application Enablement. Gerade in diesem Bereich suchen Anwender heute hochintegrierte Lösungen, mit denen sie M2M-Applikationen schnell bereitstellen und betreiben können, zum Beispiel durch Nutzung kostengünstiger PaaS (Platform-as-a-Service)-Modelle.
Solche Angebote werden der Verbreitung von M2M-Anwendungen einen weiteren Schub geben, denn durch Bundle-Lösungen mit globalem Support und Logistik-Dienstleistungen können technische Risiken beseitigt und die Time-to-Market in das „Internet der Dinge“ weiter entscheidend reduziert werden.
Cloud, Big Data und Sicherheit sind M2M-Trendthemen
Cloud, Datenverarbeitung und Sicherheit sind Themen, die im M2M-Umfeld immer wichtiger werden. Mit der zunehmenden Verbreitung von M2M-Anwendungen wächst auch die Datenmenge. Das wird zum einen auch die Nachfrage nach Cloud-basierten Lösungen im M2M-Umfeld forcieren, denn in der Cloud können umfangreiche Echtzeit-Informationen problemlos gespeichert, geteilt und korreliert werden. Zum anderen wird auch die Verwaltung der großen Datenmengen – Stichwort Big Data – ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt im Bereich M2M sein, das heißt die Aufbereitung der erfassten Daten in Form von „Smart Data“, auf deren Basis Unternehmen Analysen durchführen und strategische Entscheidungen anhand von Echtzeit-Statistiken treffen können.
Eine zentrale Herausforderung betrifft die Sicherheit. Die zunehmende Bedeutung von Datenschutz und -sicherheit hat auch Auswirkungen auf den M2M-Bereich. Dabei sind mehrere Aspekte zu beachten. Es geht hier nicht nur um Kriterien wie Authentifizierung, Verschlüsselung und Datenschutz: Was passiert etwa, wenn ein M2M-Gerät oder eine SIM-Karte gestohlen wird? Oder wer kümmert sich um die Deaktivierung des Endgeräts?
Ein M2M-Anwender sollte sich folglich für einen Lösungspartner entscheiden, der diese Fragen berücksichtigt und ein vollständiges End-to-End-Sicherheitspaket anbietet: mit einer umfassenden Modulüberwachung mit „Over-the-Air“ (OTA) Management Services einschließlich Netzwerkdiagnosen, IP- und Hardware-Tests, einem SIM-Karten-Management mit Troubleshooting und Diagnosen sowie Alarmierungen bei betrügerischer Netzwerk- und Modulnutzung. Auch eine Erkennung von SIM-Karten-Entnahmen und SIM-Karten-Deaktivierungen sollten zum Service-Angebot eines M2M-Providers gehören.
Weltweit werden heute von Serviceprovidern im Mobilfunkbereich im Wesentlichen die fünf Datenübertragungsverfahren GSM/GPRS/EDGE, WCDMA (UMTS)/HSPA, CDMA/1xRTT/EV-DO, TD-SCDMA (in Asien) und LTE genutzt. Andere noch verwendete Technologien sind für M2M-Anwendungen nicht geeignet, das gleiche gilt für TD-SCDMA, das im M2M-Markt keine Rolle spielt. So sind für den M2M-Bereich im Prinzip nur drei Standards relevant, da für WCDMA/HSPA im Grunde zu 100 Prozent GSM/GPRS/EDGE-Netzwerke genutzt werden.
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