Messtechnik Störfrequenzen mit mobilem Suchsystem aufspüren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit dem Interferenz-Suchsystem von Anritsu sollen sich im Feldeinsatz Störungsquellen lokalisieren lassen. Bedient wird das Mess-System über ein Benutzerinterface. Dabei helfen dem Messtechniker kurze Aufbauzeiten und zahlreiche Funktionen, um Störer in unterschiedlicher Signalarten in unterschiedlichen HF-Umgebungen.

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Mit dem mobilen Mess-System von Anritsu lassen sich Störfrequenzen komfortabel aufspüren.
Mit dem mobilen Mess-System von Anritsu lassen sich Störfrequenzen komfortabel aufspüren.
(Anritsu)

Das mobile Interferenz-Suchsystems basiert auf einer Softwareplatform die patentierte Algorithmen verwendet, einer handelsübliche Rundstrahlantenne mit Magnetfuß sowie einen Handheld-Spektrumanalysator vom Anritsu und ein Tablet/Laptop mit einem Windows-Betriebssystem. Mit Hilfe einer Open-Source-Mappingsoftware werden Pfeile auf der Karte positioniert, die den Fahrer zu der Interferenzquelle führen. Zusätzlich stehen Sprachanweisungen zur Verfügung, die eine Bedienung von nur einer Person ermöglicht. Die Kompatibilität mit handelsüblichen Antennen macht den Einsatz des Suchsystems über den gesamten Frequenzbereich des systeminternen Handheld-Spektrumanalysators hinweg möglich, einschließlich der Frequenzabdeckung von 9 kHz bis zu 43 GHz, die der MS2720T Spectrum Maste bietet.

Unterschiedliche Signalarten untersuchen

Die in der Mobile-InterferenceHunter-Software (MX280007A) enthaltenen Interferenz-Suchalgorithmen nutzen Kanalleistungsmessungen. Damit lassen sich unterschiedliche Signalarten suchen. Angefangen von modulierten Breitband-Signalen bis hin zu schmalbandigen Signalen oder Strahlungsquellen. Der Anwender kann die Bandbreite der Kanalleistungsmessung auf das erwartete Interferenzsignal anpassen. Mit den Kanalleistungsmessungen lassen sich außerdem Signale verfolgen, deren Frequenz zeitlichen Schwankungen unterworfen ist.

Für Signale, die im LTE-Uplink verborgen sind, nutzt das mobile Interferenz-Suchsystem einen MIN-HOLD-Algorithmus, der das Störsignal erfasst, während das Signal für den LTE-Traffic aus den zu berücksichtigten Messfaktoren eliminiert wird. Gepulste Signale lassen sich mit dem MAX-HOLD-Algorithmus erfassen. Allerdings werden die intermittierenden Signale nur dann erfasst, wenn sie übertragen.

Weiterhin verfügt das mobile Interferenz-Suchsystem über einen Multi-Emitter-Modus, der mehrere Leckstellen aufspürt. Mit der Vollbild-Spektrumdarstellung lassen sich Spektrum-Messkurven prüfen und analysieren. Für die weitere Verarbeitung lassen sich die die Protokolldateien zu den Interferenzsuchergebnissen erfassen und speichern. Verschiedene Software-/Analysatoreinstellungen lassen sich abrufen, damit diese bei späteren Suchen verwendet werden können.

Extrem schnelle Signalimpulse lassen sich mit dem Burst-Detect-Modus lokalisieren. Dazu versetzt die FFT-Technologie den Handheld-Spektrumanalysator in die Lage, intermittierende Signale nahezu mit der Geschwindigkeit eines Empfängers zu erfassen und zu verarbeiten.

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