Bleifrei Löten Stickstoff selbst erzeugen und bis zu 80% Kosten sparen
Grundsätzlich ist kein Schutzgas für die bleifreien Lötprozesse erforderlich. Trotzdem empfehlen Experten Wellen- und Reflow-Lötprozesse und Stickstoffatmosphäre. Eine Alternative zum Stickstofftank oder klassischen Stickstoffgasflasche ist der eigene Stickstoffgenerator: Bereits nach einem Jahr amortisiert, ergibt sich eine mögliche Kosteneinsparung um bis zu 80%.
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Im Zuge der Umstellung auf bleifreie Fertigungsprozesse wird immer wieder das Thema Schutzgasatmosphäre diskutiert. Fest steht: Das Schutzgas ist nicht zwingend erforderlich, bietet jedoch Qualitätsvorteile beim Reflow- und Wellenlöten. Der Grund: Bleifreie Lote haben eine höhere Bearbeitungstemperatur als bleihaltige, was zu deutlich höheren Oxidationen führt. Eine Schutzgasatmosphäre aus Stickstoff (N2) reduziert die Oxidation und verbessert die Lötqualität. Auch im Hinblick auf die Prozesskosten bietet die Schutzgasatmosphäre Vorteile (siehe Bild 2)
Bis zu 99,999% reinen Stickstoff produzieren
Stickstoff ist nicht reaktiv, farblos und ungiftig und kommt als Schutzgas in verschiedenen Prozessen zum Einsatz. Das Industriegas wird derzeit in Flaschen, Flaschenbündeln oder aus einem Tank angeboten. „Dies ist jedoch nicht mehr zeitgemäß“, so die Spezialisten der INMATEC GaseTechnologie GmbH & Co. KG in Herrsching. Die Lösung von INMATEC: Stickstoff mit einer Reinheit bis zu 99,999 % (5.0) durch hauseigene Druckluft zu produzieren. „Durch ihre extrem schnelle Amortisation von nur einem Jahr löst der Stickstoffgenerator die logistisch aufwändige Versorgung mit Gasflaschen oder aus Tankanlagen ab.

Anwendern steht damit eine einfache und sicherere Stickstoffquelle zur Verfügung, die man selbst betreiben kann. Der Stickstoffgenerator wird mit ganz normaler Druckluft, wie sie in fast jedem Unternehmen vorhanden ist, gespeist. Vorgeschaltete Filtereinheiten reinigen die ankommende Druckluft. Die Technologie, die zur Versorgung mit einem kontinuierlichen Stickstoffstrom von hochreiner bis ultrareiner Qualität verbunden ist, heißt Druckwechselabsorption (PSA). Diese Technologie benutzt zwei Molekularsiebbetten aus speziellem Kohlenstoff (CMS), um Sauerstoff und Kohlendioxidmoleküle aus der Druckluft zu entfernen. Die beiden Siebe schalten abwechselnd vom Filtermodus in den Regenerationsmodus, um einen kontinuierlichen Stickstoffstrom zu gewährleisten.
Der Stickstoffbedarf in den meisten Betrieben ist nicht konstant. Bei unterschiedlichen, anwendungsspezifischen Reinheiten schwankt der Bedarf zwischen wenigen Litern pro Tag und sehr großen Volumenströmen pro Stunde. Die Stickstoffgeneratoren liefern zwischen 0,2 bis 800 Nm³/ h mit einem Reinheitsgrad von 95 bis 99,999%. Mit Hilfe der „betriebseigenen Luftzerlegungsanlage“ ist Stickstoff in gleich bleibend hoher Qualität und dauerhaft verfügbar.
Lediglich Anschluss an die Druckluftleitung
Die Stickstoffgeneratoren sind einfach zu bedienen, brauchen wenig Platz und die Betriebskosten sind sehr gering. Eine Wand oder Bodenaufstellung ist möglich. Nur durch Anschluss an die Druckluftleitung und durch Öffnen des Ventils zum Stickstoffgenerator beginnt die eigene Luftzerlegungsanlage Stickstoff mit einer Reinheit von bis zu 99,999% zu produzieren. Eingebaute Filter garantieren, dass die eingehende Druckluft konstant gute Qualität liefert.
Im Vergleich zu den bisher üblichen Gasflaschen, Bündeln oder Tankanlagen seien die Vorteile für den Anwender beachtlich:
- konstant hohe Qualität des Stickstoffs,
- auf Dauer gesicherte Verfügbarkeit,
- geringe Installationskosten,
- minimale Betriebskosten,
- sicherer und einfacher Betrieb,
- Handling-Kosten im Umgang mit Gasflaschen oder Bündeln entfallen,
- Sicherheitsrisiken im Umgang mit Flaschen entfallen.
Im Vergleich zur klassischen Stickstoffgasflasche ergibt sich bei den Kosten für den durch einen Generator erzeugten Stickstoff eine Einsparung um bis zu 80%.
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