Zukunftstrends Steve Wozniak hält smarte Computer nicht mehr für ein Horrorszenario
Der Apple-Mitbegründer Steve Wozniak sieht künstliche Intelligenz nicht mehr in erster Linie als Bedrohung. In einem Interview mit dem „Business Insider“ sagte der auch als „Woz“ bekannte Tech-Veteran, dass Computer eher zu Partnern der Menschen werden.
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Im März vergangenen Jahres hatte Steve Wozniak einer australischen Wirtschaftszeitung ein Interview gegeben und vor einer furchteinflößenden Zukunft gewarnt, in der Computer den Ton angeben werden. Die zentralen Entscheidungen in den Unternehmen würden künftig von Rechnern getroffen werden, die schneller arbeiteten als menschliche Gehirne. Für Menschen bliebe dann wohl kein Platz mehr, unkte Woz damals.
In einem aktuellen Interview mit „Business Insider“ schlägt der Apple-Mitbegründer einen deutlich konzilianteren Ton an. Er hält künstliche Intelligenz für eine der wichtigsten Zukunftstechniken: „Artificial Intelligence, also Maschinen, die mit uns interagieren, werden hilfreicher sein, als wir es uns je vorgestellt haben“, erklärte Wozniak.
Seine 180-Grad-Kehre erläuterte er damit, dass er früher tatsächlich gedacht habe, die Maschinen könnten die Menschen ersetzen, so dass keine Jobs mehr übrig blieben. In diesem Punkt habe er aber umgedacht. „Moores Gesetz macht diese Maschinen nicht schlau genug, um wirklich wie ein Mensch denken zu können“, sagte Wozniak.
Zum Beispiel könnten Maschinen nicht intuitiv sein und von selbst Ansätze entwickeln, um Probleme zu lösen. Maschinen können, das räumt Woz ein, so etwas wie unabhängige Denker werden, aber dann würden sie eher Partner des Menschen sein anstatt ihn zu unterwerfen.
Drüber hinaus äußerte sich Wozniak kritisch über die Crowdfunding-Szene. Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo seien zuwenig transparent. „Man sieht nie wie sie das Geld verwendet haben.“ Viele Produkte, die er auf Kickstarter unterstützt habe, hätten zudem nicht wie angekündigt funktioniert. Deswegen werde er von solchen Projekten Abstand nehmen.
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