Storage-Trends 2026 Speicherengpässe: WD antwortet mit HDDs, NVMe-oF und entkoppelten Storage

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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KI frisst Daten, und WD erwartet neue Speicherarchitekturen. Der Hersteller setzt 2026 auf HDD-Kapazität, NVMe-over-Fabrics über Ethernet und entkoppelten Speicher. Für Edge-Teams entscheidet sich das an Ports, Protokollen und Strombedarf.

Lösungen für Speicherengpässe: SSDs per NVMe-oF anbinden (links) oder auf günstige HDDs zurückgreifen (rechts).(Bild:  Nano Banana / KI-generiert)
Lösungen für Speicherengpässe: SSDs per NVMe-oF anbinden (links) oder auf günstige HDDs zurückgreifen (rechts).
(Bild: Nano Banana / KI-generiert)

Western Digital (WD) nennt in einem Ausblick drei Bausteine für KI-tauglichen Storage: viel Kapazität auf Festplatten, Storage über Ethernet-Fabrics und eine stärkere Entkopplung von Rechenleistung und Speicher.

Zur Begründung verweist WD auf einen IDC-Forecast: Das weltweit erzeugte Datenvolumen soll von 173,4 Zettabyte (2024) auf 527,5 Zettabyte (2029) wachsen. Für Hyperscale- und Cloud-Rechenzentren erwartet WD zudem, dass HDDs bis 2028 „fast 80 Prozent“ der installierten Basis halten. Wenn der Preis des NAND-Flashs für SSDs steigt, profitieren davon die guten alten Magnetfestplatten – und umgekehrt.

NVMe-oF tunnelt den Speicher übers Netzwerk

Außerdem will WD weg von klassischen SAS-Pfaden hin zu NVMe-over-Fabrics (NVMe-oF). Der Ansatz transportiert NVMe nicht nur über PCIe, sondern tunnelt das Protokoll auch übers Netzwerk, wie TCP oder RDMA. Das soll Bandbreite und Skalierung besser zusammenbringen, wenn KI-Anwendungen große Datenströme bewegen.

Konkreter wird es dort, wo WD Plattformen benennt: Die OpenFlex-Data24-4000-Serie bündelt NVMe-SSDs in einem 2U-Gehäuse mit 24 Einschüben und kann laut Datenblatt per RoCE oder NVMe/TCP angebunden werden. Praktisch hängt der Nutzen am Transport: RDMA drückt Latenz, verlangt aber Disziplin im Netzwerkdesign, NVMe/TCP bleibt näher an Standard-Ethernet, kostet dafür häufig CPU-Ressourcen.

SMR und Disaggregation sollen Kosten und Betrieb glätten

Beim Festplatten-Teil setzt WD weiter auf hohe Dichten und nennt SMR als Option für große Datenpools. Damit SMR nicht am „random write“-Problem scheitert, sollen intelligente Shelves und Software Schreibzugriffe bündeln und im Hintergrund in sequenzielle Ströme übersetzen.

Als drittes Thema nennt WD disaggregierten Speicher ganz allgemein. Compute und Storage sollen getrennt wachsen können, statt gemeinsam in hyperkonvergenten Knoten. NVMe-oF ist eine Möglichkeit, die das praktisch realisiert. Aus Sicht des Herstellers sinkt so das Risiko, Kapazität oder Rechenleistung teuer vorzuhalten, nur weil die jeweils andere Ressource knapp wird.

 (mc)

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