Flying-Probe-Tester SPEA 4040 mit JTAG/Boundary-Scan-Option
Göpel Electronic und SPEA haben im Rahmen einer OEM-Kooperation für den Flying Probe Tester (FPT) SPEA-4040 eine JTAG/Boundary-Scan-Option entwickelt. Die Lösung basiert auf einer
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Göpel Electronic und SPEA haben im Rahmen einer OEM-Kooperation für den Flying Probe Tester (FPT) SPEA-4040 eine JTAG/Boundary-Scan-Option entwickelt. Die Lösung basiert auf einer vollständigen Integration der Hardwarearchitektur „Scanflex“ in Kombination mit der JTAG/Boundary Scan-Systemsoftware „Cascon Galaxy“ und involviert auch die Prüfnadeln des FPT. Für den Anwender bedeutet dies nicht nur eine bessere Fehlerabdeckung, sondern auch einen deutlich höheren Testdurchsatz:
Auf Seiten der Hardware beruht die Kombination auf der Integration der Scanflex-USB/LAN-Controller vom Typ SFX/USL1149-x für TCK-Frequenzen bis 20?MHz (A-Typ), oder 50?MHz (B-Typ) in den Flying Prober. Als Scanflex-Transceiver kommt ein Kompaktmodul des Typ SFX-TAP4/CR mit vier parallelen TAPs, Trennrelais zur galvanischen Isolierung und bis acht programmierbaren Interfaceparametern für optimale Adaption an den Prüfling (UUT) zum Einsatz. Die Kontaktierung der UUT erfolgt über Standardschnittstellen des Flying Probers. Da der Scanflex-TAP-Transceiver über das so genannte CION-Interface verfügt, kann er die UUT bis zu Entfernungen von 1,5?m direkt ansteuern, wodurch der Einbau zusätzlicher Elektronik zur Signalverstärkung entfällt. Da die Probes direkt durch die native Pin-Elektronik der 4040 angesteuert werden, ist keine separate Treiber/Sensor Hardware nötig.
Im Bereich der Software wurde die komplette Entwicklungs- und Ausführungsumgebung von Cascon Galaxy über die CAPI-Schnittstelle (Cascon Application Programming Interface) in das Flying-Prober-Betriebssystem Leonardo integriert. Der Transfer der Testvektoren für die Flying Probes wird über die in Cascon Galaxy implementierte Hyscan-Technik realisiert. Hyscan ermöglicht ein dynamisches Datensplitting von seriellen TAP-Vektoren und parallelen I/O-Vektoren durch ein spezielles Emulationsverfahren. Die parallelen Vektoren werden dabei erst zur Laufzeit an die physische I/O Schnittstelle gelinkt, und sind hardwareneutral. Die Erzeugung der Vektoren manuell oder per ATPG, das interaktive Debugging und die Fehlerdiagnose auf Pin-Level erfolgen durch die nativen Boundary-Scan-Tools – wobei sich aus Nutzersicht jede Flying Probe völlig transparent als ein vollwertiges Boundary-Scan-Pin am kontaktierten Netz darstellt. Eine Kenntnis der genauen Abläufe seitens des Systemanwenders ist unnötig, da das Handling der Daten vollautomatisch erfolgt.
Die Auslieferung der ersten SPEA-4040-Systeme mit integriertem JTAG/Boundary-Scan von Göpel Electronic inklusive Kundenapplikation sei bereits erfolgt.
Göpel Electronic, Tel. +49(0)3641 689639
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