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Die zweite als "Alien Crosstalk Cancellation" oder "SuperMIMO" beschriebene Alternative funktioniere auch nur dann, wenn vergleichsweise wenige unkontrollierte Leitungen vorhanden sind und Teilnehmer zudem Zugriff auf mehrere Kabelpaare besitzen. Das Dynamic Spectral Management (DSM) schließlich erreiche Verbesserungen nur auf Kosten konkurrierender Verbindungen.
Als wirklich praxistauglich dürfte damit lediglich der Bitstream Access als vierte Option gelten. Dabei verbleiben alle VDSL2-Leitungen unter der Kontrolle eines Anbieters. Dieser stellt seinen Mitbewerbern dann statt einer Teilnehmeranschlussleitung bis zum Kabelverzweiger einen Bitstream-Zugang als Vorleistungsprodukt zur Verfügung.
Für Deutschland hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 29.07.2014 die konkreten Bedingungen für den Einsatz der Vectoring-Technologie in den Netzen der Deutschen Telekom (Telekom/DTAG) und ihrer Wettbewerber endgültig festgelegt. Aufgrund dieser Entscheidung können Telekom und Wettbewerber ihre jeweiligen Planungen für den Breitbandausbau mit Hilfe der Vectoring-Technik seit dem 30. Juli 2014 in ein Register eintragen lassen.
Telekom-Vectoring für 65 Prozent der Haushalte
Die so genannte Vectoring-Liste wird von der Telekom geführt. Derzeit diskutieren BNetzA und betroffene Telekommunikationsdienstleister noch, ob und inwieweit die darin enthaltenen Einträge öffentlich gemacht werden können. Das bedeutet auch: Statistisch umfassende Daten zur derzeitigen Vectoring-Verbreitung sind nicht verfügbar.
Niels Hafenrichter, Coporate Communications Manager bei der Deutschen Telekom, berichtet auf Nachfrage allerdings: "bei Vectoring sind wir kräftig unterwegs. Im ersten Schritt werden die VDSL-Netze stark erweitert und dann wird die Vectoring-Technik installiert. Heute haben wir bereits 2,5 Millionen Haushalte, die auf Vectoring zugreifen können und im nächsten Jahr wollen wir bereits 65 Prozent der deutschen Haushalte versorgt haben."
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