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Nachteile der aktiven Kühlung
Lüfter kosten zusätzliches Geld. Das gilt umso mehr in extremen Umgebungsbedingungen. Denn dort müssen sie vor Staub, Feuchtigkeit, Salz, Öl und anderen schädlichen Substanzen geschützt werden, die den Lüfter selbst oder die empfindlichen Komponenten im Gehäuseinneren beschädigen können.
Die Komponenten werden kleiner, aber nicht die erzeugte Abwärme
Bei größeren Anlagen sind Lüfter Standard. Der Trend bei elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen geht heute hin zur Miniaturisierung. Ebenso werden aber auch die integrierten Komponenten immer kleiner – die von ihnen erzeugte Wärme allerdings nicht. Deshalb bleibt die Abwärme nach wie vor ein Problem. Aus diesem Grund wird intensiv an Materialien geforscht, die sich für Produkte im Thermomanagementbereich nutzen lassen.
Neue Technologien sorgen für mehr Kühlung

Neue Technologien erweitern bestehende Lösungen wie Heatpipes. Dazu zählen etwa Heatsheets wie die Graphite Sheets von ARX, die aus einem Grafitgemisch bestehen, das sich, ähnlich einem Blatt Papier in verschiedene Formen biegen und zuschneiden lässt. Graphite Sheets sind nicht nur in der Herstellung relativ günstig, sondern haben auch ein interessantes Wärmeverhalten: Bei gleicher Dicke leiten sie Wärme wesentlich effektiver in der x- und der y-Ebene ab als herkömmliche Materialien wie Kupfer und Aluminium. Graphite Sheets haben gegenüber herkömmlichen Lösungen gleich mehrere Vorteile: Ihr biegsames Material lässt sie um Komponenten herum formen. Zudem leiten sie Wärme deutlich effektiver ab als andere passive Kühlkörper. Überdies sorgen sie in kleineren Geräten wie Mobiltelefonen, bei denen aktive Kühlung nicht in Frage kommt, für mehr Zuverlässigkeit.
*Tim Haas ist Product Marketing Manager E-Mech beim Distributor Avnet Abacus in Poing bei München.
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