Grafikspeicher-Technologie SK hynix prescht mit Ankündigung der GDDR7-Massenproduktion voran

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Für eine höhere Datenübertragungsrate und spürbar bessere Energieeffizienz in Anwendungen wie Grafikkarten und künstliche Intelligenz soll die nächste Grafikspeicher-Generation GDDR7 sorgen. Die Verantwortlichen von SK hynix machen mit Nägeln Köpfe und kündigen die Massenproduktion für das 3. Quartal 2024 - es ist damit zu rechnen, dass Samsung bald nachziehen wird.

SK hynix will im 3. Quartal 2024 mit der Massenproduktion von GDDR7-Grafikspeicher beginnen.(Bild:  SK hynix)
SK hynix will im 3. Quartal 2024 mit der Massenproduktion von GDDR7-Grafikspeicher beginnen.
(Bild: SK hynix)

Wenn es um die Herstellung von HBM geht, High Bandwith Memory, das auf DRAM-Technologie basiert, dann ist ein Produzent der Hochleistungsspeicher stets in allen Schlagzeilen und hat augenscheinlich die Nase im Wettbewerb vorn: SK hynix. Der koreanische Anbieter von Speicherlösungen berichtete etwa bereits früh im Jahr 2024, dass die geplanten Jahresproduktionsmengen von HBM ausverkauft sein. Nicht schlecht.

Auf einem anderen Markt möchte sich SK hynix ebenfalls gut präsentieren, nämlich im Bereich der Grafikspeicher, in dem die Konkurrenz mit Samsung ebenfalls relativ groß ist. Um dem Mitbewerber ein Schnippchen zu schlagen, preschten die Verantwortlichen von SK Hynix Ende Juli 2024 vor und verkündeten, dass die Massenproduktion der nächsten Grafikspeichergeneration GDDR7 im dritten Quartal 2024 beginnen soll.

Während HBM aufgrund von erhöhter Bandbreite und Energieeffizienz vornehmlich in Hochleistungsanwendungen zum Einsatz kommt, wird GDDR wegen des geringeren Preises in Grafikkarten, Laptops, Konsolen und Workstations, aber auch in KI und in den Infotainmentssystem in der Automobilindustrie genutzt.

60 Prozent höhere Geschwindigkeit, 50 Prozent höhere Energieeffizienz

Von GDDR7 versprechen sich die Entscheider von SK hynix, dass die Technologie in KI, Hochleistungscomputern und autonomen Fahrzeugen zum Standard wird. Dafür wurde die neue Generation von GDDR effizienter und schneller gemacht. Das neue Produkt von SK hynix verfügt über eine Geschwindigkeit von 32 Gbps, was eine Verbesserung von 60 Prozent darstellt. Obendrein wird versprochen, dass die Geschwindigkeit je nach Einsatz auf bis zu 40 Gbps ansteigen kann. „Wenn das Produkt für High-End-Grafikkarten eingesetzt wird, kann es außerdem Daten von mehr als 1,5 TB pro Sekunde verarbeiten, was 300 Full-HD-Filmen (jeweils 5 GB) in einer Sekunde entspricht“, versprechen die Entwickler.

Mittels einer neuen Gehäusetechnologie steigt die Energieeffizienz im Vergleich zu GDDR6 von SK hynix um mehr als 50 Prozent. Das gelingt den Ingenieuren, indem sie die Anzahl der Substrate, die die Wärme ableiten, von vier auf sechs erhöhten. Zudem wird EMC (Epoxy Molding Compound) für das Verpackungsmaterial genutzt, um den Wärmewiderstand um 74 Prozent zu verringern, während die Größe von GDDR7 im Vergleich zu GDDR6 gleich bleibt.

Das Unternehmen erhöhte die Anzahl der Schichten der wärmeableitenden Substrate von vier auf sechs und wendete EMC2 für das Verpackungsmaterial an, um den Wärmewiderstand3 im Vergleich zur vorherigen Generation um 74 % zu verringern, während die Größe des Produkts unverändert blieb. Das klingt beeindruckend, liest sich aber ähnlich der Versprechungen, die Samsung und Micron mit ihren GDDR7-Produkten gemacht haben.

Die Konkurrenz schläft nicht

Die PR-Abteilung von SK hynix prescht mit der Ankündigung der baldigen Massenproduktion von GDDR7 voran, ist allerdings bei Weitem nicht allein mit solchen Plänen. Wettbewerber Micron kündigte die Produktion der Technologie bereits vor einem Jahr, im Juli 2023, für „Ende 2024“ an; Samsung soll GDDR7-Samples schon im August 2023 an Grafikkarten-Hersteller Nvidia geschickt haben. Branchenkenner rechnen in Kürze mit einer Ankündigung vonseiten Samsungs. (sb)

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