Wacker Chemie Siliziumproduktion in Deutschland wird ausgebaut

Redakteur: Holger Heller

An ihren Standorten Burghausen und Nünchritz erweitert die Wacker Chemie die Produktionsanlagen für polykristallines Reinstsilizium. Damit sollen Engpässe im Produktionsverbund vermieden und die Jahresmenge an beiden Standorten um jeweils 5000 t erhöht werden.

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Für die noch im Bau befindliche Anlage in Nünchritz, die Ende 2011 in Betrieb geht, war bislang eine Produktionsleistung von rund 10.000 t pro Jahr geplant. Dort erhöht sich die Kapazität nun auf 15.000 t, in Burghausen von 32.000 auf 37.000 t pro Jahr. Erste Mengen aus der Erweiterung sollen 2012 zur Verfügung stehen.

Die Investitionen belaufen sich laut Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie, insgesamt auf etwa 130 Mio. €. Auch in Cleveland (Tennessee, USA) errichtet Wacker eine neue Siliziumproduktion mit einer Jahresleistung von 15.000 t, die bis Ende 2013 fertiggestellt sein soll. Die Gesamtkapazität von Wacker für polykristallines Reinstsilizium steigt somit bis 2014 auf 67.000 t pro Jahr.

Mit diesem Ausbau trägt Wacker dem weltweit weiter steigenden Siliziumbedarf, den das Unternehmen erwartet. Das Unternehmen habe in den vergangenen Monaten eine Reihe großvolumiger Mehrjahresverträge mit Kunden aus der Solarindustrie abgeschlossen, die auch Vorauszahlungen auf die künftigen Liefermengen beinhalten. Damit stehe das Polysilizium aus der laufenden Produktion in Burghausen sowie den bisher geplanten Kapazitäten in Nünchritz und Tennessee bis 2014 nahezu vollständig unter Vertrag.

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