10.000 Einheiten pro Jahr Siemens unterstützt Ubtech bei der Massenproduktion humanoider Roboter

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Der chinesische Robotik-Spezialist Ubtech und Siemens Digital Industries Software haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Das gemeinsame Ziel: Die Skalierung der Fertigung auf ein industrielles Niveau von bis zu 10.000 Einheiten pro Jahr.

Bereit für die Fabrikhalle: Während Ubtech die Massenproduktion plant, testet Siemens bereits Humanoiden im realen Werkseinsatz in Erlangen.(Bild:  Siemens)
Bereit für die Fabrikhalle: Während Ubtech die Massenproduktion plant, testet Siemens bereits Humanoiden im realen Werkseinsatz in Erlangen.
(Bild: Siemens)

Die in Shenzhen unterzeichnete Vereinbarung markiert einen Wendepunkt in der noch jungen Branche der humanoiden Robotik. Weg von der reinen Technologieverifikation, hin zur kosteneffizienten Massenproduktion. Ubtech hat ambitionierte Ziele: Bis zum Jahr 2026 soll eine jährliche Produktionskapazität von 10.000 industriellen humanoiden Robotern erreicht werden, um der rasant steigenden Marktnachfrage gerecht zu werden.

Der „Digitale Zwilling“ für den Roboterbau

Um diese massiven Stückzahlen in der geforderten industriellen Qualität für den 24/7-Betrieb zu realisieren, holt sich Ubtech das Automatisierungs- und Digitalisierungs-Wissen von Siemens ins Haus. Im Zentrum der Kooperation steht die Implementierung eines durchgängigen „digitalen Fadens“. Mit Hilfe der PLM- und Fertigungssoftware von Siemens soll der gesamte Wertschöpfungsprozess, von der Forschung und Entwicklung über die mechanische Konstruktion bis hin zur Endmontage, digitalisiert und als digitaler Zwilling abgebildet werden.

Dies ermöglicht Ubtech deutlich kürzere Iterationszyklen beim Hardware-Design und eine fehlerfreie Überführung neuer Robotermodelle in die physische Serienfertigung. Flankierend unterstützt Siemens das Unternehmen beim Aufbau einer ganzheitlichen digitalen Transformationsstrategie.

Siemens testet Humanoiden im Praxiseinsatz in Erlangen

Dass Siemens nicht nur als Ausrüster, sondern auch als Anwender und Software-Lieferant für die Robotik-Plattformen selbst agiert, zeigt ein Blick nach Franken. Anfang des Jahres der Ubtech-Partnerschaft vermeldete Siemens den erfolgreichen Abschluss eines Pilotprojekts im eigenen Elektronikwerk in Erlangen.

Dort bewältigte der radgetriebene humanoide Roboter „HMND 01“ des britischen Start-ups Humanoid über zwei Wochen hinweg eigenständig komplexe Intralogistikaufgaben im Schichtbetrieb (u. a. 60 Behälterbewegungen pro Stunde). Das Besondere daran: Der Roboter navigierte nicht mit proprietärer Start-up-Software, sondern nutzte die Siemens-eigene Navigationssoftware SIMOVE ANS+. Mittels LiDAR-basierter SLAM-Technologie (Simultaneous Localization and Mapping) bewegte sich der Humanoide völlig autonom und sicher im Verbund mit über 30 weiteren, klassischen fahrerlosen Transportsystemen (FTS/AMR) über den Hallenboden. (mc)

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