Medizinische Bildgebung Siemens stellt erstes kabelloses Ultraschallgerät vor
Siemens Healthcare stellt mit dem Ultraschallsystem Acuson Freestyle eine Lösung vor, die ganz ohne störende Schallkopfverkabelung arbeitet. Das wird durch Technologien aus Akustik, Systemarchitektur, Funktechnologie, Miniaturisierung und Bildverarbeitung realisiert.
Anbieter zum Thema

Bisher waren bei der Ultraschallbildgebung die Kabel, die die Schallköpfe zur Datenübertragung mit dem System verbinden – eine lästige Notwendigkeit. Sie schränken nicht nur Beweglichkeit und Geschwindigkeit während der Untersuchung ein, sondern stellen im interventionellen Bereich ein Infektionsrisiko dar – selbst wenn sie von einer sterilen Schutzhülle umgeben sind.
"Siemens Healthcare stellt mit dem Acuson Freestyle erstmals ein Ultraschallsystem vor, das es Ärzten ermöglicht, mit kabellosen Schallköpfen zu arbeiten", sagte Jeffrey Bundy, CEO der Business Unit Ultraschall. "Das System vereinfacht die Anwendung hochmoderner Ultraschalltechnik in Einsatzfeldern, die eine sterile Umgebung erfordern, etwa in der Interventionellen Radiologie, der Anästhesiologie, der Intensivpflege, im Katheterlabor oder in der Notfallversorgung." Mit kabellosen Schallköpfen kann Ultraschall auch bei ganz neuen Verfahren eingesetzt werden, zum Beispiel zur Durchführung von Nervenblockaden, beim Zugang zu Gefäßen oder zur Zielortung bei therapeutischen Interventionen und Biopsien.
Weniger Energiebedarf des Schallkopfes
Für die Bildaufnahme und -verarbeitung verwendet das Ultraschallgerät Hardware und Softwaredie speziell für die kabellose Signalübertragung von hochauflösenden digitalen Bilddaten bei hohen Datenübertragungsraten entwickelt wurde. Diese Methode fokussiert auf jeden Pixel im Bild und erzeugt eine hohe Bildqualität über das ganze Sichtfeld hinweg. So wird der Energiebedarf des Schallkopfes reduziert und die Batterien halten länger. Für die kabellose Echtzeit-Übermittlung von Ultraschalldaten nutzt das Acuson Freestyle eine neuartige Ultrabreitband-Funktechnologie, die mit einer sehr hohen Frequenz von 7,8 GHz arbeitet, um die Funktion anderer elektronischer Geräte in der Umgebung nicht einzuschränken.
Für das System sind drei kabellose Schallköpfe verfügbar, die zahlreiche Anwendungen in der allgemeinen oder vaskulären Bildgebung und im Hochfrequenz-Bereich unterstützen, wie zum Beispiel für die Darstellung des Bewegungsapparates und der Nerven. Die Schallköpfe lassen sich mit einem Abstand von bis zu 3 m vom Gerät betreiben. Ergonomisch angebrachte Tasten gestatten es sogar, Systemeinstellungen aus dem sterilen Bereich heraus fernzusteuern. Zusätzlich verfügt das System über ein 38 cm großes, hochauflösendes LED-Display. Die Systemkonsole kann auf ein leichtes Fahrgestell montiert werden und kann auch per Batterie betrieben werden.
(ID:37340790)