Kreislaufwirtschaft Siemens startet Circular Repair Services für Automatisierungsgeräte

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Siemens legt ein neues Servicepaket für die Reparatur und Wiederaufarbeitung von Automatisierungsgeräten auf. Die Angebote sollen die Lebensdauer der Produkte verlängern und Unternehmen beim Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft unterstützen.

Circular Repair Services von Siemens unterstützen Unternehmen auf ihrem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft, indem sie nicht funktionierende Geräte Instand setzen, Ressourcen optimieren und Verschrottung reduzieren können.(Bild:  Siemens AG)
Circular Repair Services von Siemens unterstützen Unternehmen auf ihrem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft, indem sie nicht funktionierende Geräte Instand setzen, Ressourcen optimieren und Verschrottung reduzieren können.
(Bild: Siemens AG)

Siemens schärft sein Profil in der industriellen Servicewelt. Der Konzern bringt neue Circular Repair Services für Automatisierungsprodukte an den Start und reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach längeren Produktlebenszyklen. Die Angebote sollen Unternehmen helfen, defekte Geräte wieder fit zu machen, Ressourcen zu sparen und Verschrottung zu vermeiden. Wer seine Anlagen mit Siemens-Komponenten betreibt, kann damit Kosten planbarer halten und Ausfallzeiten reduzieren.

Der Konzern setzt dabei auf zwei Servicepakete, die Unternehmen nach Bedarf wählen können. Beide zielen darauf ab, Geräte technisch und optisch wieder in einen belastbaren Zustand zu bringen – allerdings mit unterschiedlichem Umfang.

Der Advanced-Service setzt auf funktionale Wiederherstellung

Circular Repair Advanced richtet sich an Betriebe, die ihre Geräte vor allem technisch wieder einsatzbereit machen wollen. Der Prozess beginnt mit einer vollständigen Prüfung des defekten Produkts. Fachkräfte nehmen alle relevanten Komponenten unter die Lupe und tauschen beschädigte oder stark verschlissene Teile aus. Kleinere Gebrauchsspuren am Gehäuse bleiben bestehen, weil sie die Funktion nicht beeinträchtigen.

Software- und Firmware-Updates gehören ebenfalls zum Paket, wenn sie für Sicherheit und Kompatibilität notwendig sind. Siemens testet jedes Gerät abschließend nach eigenen Qualitätsstandards. Das Angebot deckt unter anderem Simatic HMI Panels, Simatic IPCs sowie ausgewählte Antriebsprodukte wie Sinumerik-, Sinamics S- und Simodrive-Komponenten ab.

Premium-Variante bringt Geräte in „neuwertigen“ Zustand

Noch weiter geht Circular Repair Premium. Dafür zerlegen Service-Teams ein Gerät komplett, prüfen jede Komponente und nutzen dabei auch KI-gestützte Diagnosen. Neben defekten Teilen ersetzen sie auch Gehäuse mit sichtbarem Verschleiß. Zudem fließen vorbeugende Komponentenwechsel ein: Teile, die zwar noch funktionieren, aber bald ausfallen könnten, kommen ebenfalls neu ins Gerät.

Im Anschluss erhält das Produkt aktuelle Software- und Firmware-Versionen sowie, wenn nötig, erneuerte Hardwaremodule. Das Ziel lautet technische Gleichwertigkeit mit dem Originalzustand. Siemens testet jedes überholte Gerät nach den Spezifikationen des Herstellers und gibt 24 Monate Gewährleistung.

Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft

Mit den Circular Repair Services will Siemens Unternehmen beim Übergang von linearen Lieferketten zu einer Kreislaufwirtschaft unterstützen. Wiederaufarbeitung soll Ressourcen sparen, die Lebensdauer von Anlagen verlängern und die Verfügbarkeit erhöhen. Der Start erfolgt zunächst in ausgewählten Ländern und für definierte Produktfamilien. Eine Ausweitung des Portfolios und der regionalen Abdeckung steht bereits auf der Agenda. (mc)

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