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Effizientes Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung
Wenn heute Unternehmen ihre Bilanzen vorstellen, geht es nicht nur um ein Mehr bei Umsatz, Gewinn, Marktanteilen, Beschäftigung. Effizientes Wirtschaften, ressourcenschonender Einsatz und Verbrauch von Materialien und Energien sind längst gleichrangige Indikatoren von Erfolg – und gesellschaftlicher Verantwortung.
Das gilt auch für die menschlichen Ressourcen. Wir müssen haushalten mit unseren Möglichkeiten und Kräften, sie überlegt nutzen und effizient einsetzen. Ein umfassendes Gesundheitsmanagement mit Fitnesskursen, Prophylaxe-Maßnahmen, Sportangeboten und begleitenden Seminaren oder Feiern kann ressourcenschonende, vitalisierende und regenerierende Wirkung haben. Oder mal ein Theaterbesuch, ein Tag im Grünen oder Sightseeing inner- und außerhalb der angestammten Region.
Deshalb lautet mein 4. Schritt: Sei ACHTSAM mit DEINEN RESSOURCEN!
Leistung erfordert Einsatz und Anstrengung. Wer sich durchsetzen will, muss sich fordern, muss Anforderungen positiv annehmen und sich zu Eigen machen. Eine Rolle als Führungskraft wird nur derjenige überzeugend ausfüllen, der vertrauensvoll handelt und Vorbild ist – als Motivator, der die Richtung vorgibt und begeistern kann, eine eigene Meinung hat, in Form, Stil und Benehmen tadellos auftritt, eine anerkannte Autorität auch dann ist, wenn sich die Mitarbeitenden selbst mit persönlichen Problemen und Anliegen an einen wenden. Achten Sie auf Ihre Bodenhaftung!
Fördern und fordern
Das bedeutet auch: die Mitarbeiter zu fördern, ihnen zu helfen, aber auch deren Grenzen zu erkennen und bewusst zu machen. Personalmanagement, Menschenführung in einem Unternehmen hat ihre Aufgabe erfüllt, wenn der richtige Mitarbeiter am richtigen Platz sitzt, und nicht die „Gleichheit“ aller erstrebt wird.
Wir brauchen die Ungleichheit, das hierarchische System, das Auswahlkriterien definiert und anwendet, Verantwortlichkeiten benennt und einfordert, Karriereprofile beschreibt, aber jedem die Chance zur persönlichen Entfaltung seiner individuellen Potenziale bietet. Dabei sind klassische Abgrenzungen obsolet.
Das führt zu meinem 5. Schritt: FORDERE DICH – FÖRDERE ANDERE!
Unternehmen, wirtschaftliche Organisationen, sind nicht nur der Kern nationaler Volkswirtschaften, noch bedeutender ist ihr Stellenwert an den jeweiligen Standorten, der Region und dem Einzugsbereich ihrer Mitarbeitenden. Das gilt vor allem für inhabergeführte Familienunternehmen, die, zumeist über Generationen, die Identität, die Geschichte, die Anziehungskraft und die Entwicklung der Kommunen maßgeblich mitbestimmen. Hier sind die Firmen nicht selten potenter Arbeitgeber, lokaler Innovationstreiber und sozial-ökonomischer Mittelpunkt zugleich.
Daraus folgt der 6. Schritt: Übernimm VERANTWORTUNG für DICH und ANDERE!
Unser Wirtschaften ist kein Selbstzweck, dient nicht vorrangig materiellen Zielen. Unsere Technologien sind fortschrittsorientiert. Sie sollen helfen, Probleme zu lösen. Heute klingen die Namen unserer Produkte gänzlich anders als zu Beginn, ihre Komplexität hat sich potenziert. Der Anspruch aber ist geblieben: Dynamisch die Zukunft gestalten mit Technologien und so Werte für Menschen zu schaffen. Und mit ihnen.
Verantwortung übernehmen
Verantwortung übernehmen für die eigene Person, die eigene Leistung, die Atmosphäre am Arbeitsplatz – und für andere, die Kollegen, vielleicht die untergebenen Mitarbeitenden – ist der Anspruch.
Verantwortung heißt aber gleichfalls, sich der Auswirkungen des eigenen Wirkens bewusst zu sein. Die Informationsgesellschaft ist Menschenwerk, ist Ergebnis menschlichen Forschens, Entwickelns, Produzierens. Sie sollte nicht das Resultat seelenlosen, unreflektierten Machens sein.
Ich bin keine Expertin für technologische Visionen und Prozesse. Und auch keine Kassandra, die wortreich die Gefahren und Risiken unserer Informationsgesellschaft beschwört. Aber: bei aller Technikgläubigkeit und -faszination: Es sind immer noch Menschen, die forschen, entwickeln, produzieren, vermarkten, erwerben und in unserer Informationsgesellschaft leben und arbeiten. Es sind Menschen, die unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben ausmachen.
Leistung macht Laune! Nun folgen Sie meinem 7. Schritt: Was DU auch MACHST, MACH’ es mit FREUDE!
Schöpfen Sie Ihre Möglichkeiten aus! Begeistern Sie sich für die Arbeit, das Erlebnis des gemeinsamen Erfolgs mit anderen. Arbeiten Sie hart, mit unbändigem Drang, aber folgen Sie Ihren moralischen Grundsätzen und Werten.
Respektieren und achten Sie Herkunft, kulturelle Pluralität, Alter und Leistung aller, die Ihnen anvertraut sind, mit Ihnen zusammen Werte für Menschen zu schaffen.
Dabei mögen meine sieben Schritte helfen. Die Auswahl war subjektiv, weiblich gewichtet und gewertet, aber begründet durch jahrelange Erfahrung.
* * Margrit Harting ist Geschäftsführende Gesellschafterin der HARTING KGaA.
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