Bei Filterlüftern handelt es sich für viele Kunden um ein Muss, das nicht viel Beachtung findet. Rittals neue Filterlüfter sind smart und bringen so aktiv mehr Sicherheit und Effizienz in den Schaltschrank.
Filterlüfter: Durch das neuartige Konzept der Faltenfilter ergibt sich eine sechsmal größere Oberfläche, die um durchschnittlich 40 Prozent luftdurchlässiger ist als ein Vliesfilter, sodass für einige Anwendungen sogar ein kleinerer Lüfter ausreicht.
(Bild: Rittal)
Filterlüfter sind die am häufigsten eingesetzte Lösung zur Klimatisierung. Sie bieten überall dort eine kostengünstige Alternative zu Kühlgeräten, wo die Temperatur im Schaltschrank über die Umgebungsluft geregelt werden kann. Und doch gelten sie für viele Kunden nicht als innovatives Produkt mit Mehrwert.
Bei Filterlüftern achten die Anwender oftmals nur auf Luftleistung, Abmessung und Anschlussspannung. Vielfach ist auch der Preis ein Kaufkriterium. Rittal geht hier einen anderen Weg. Im Fokus stehen die Sicherheit im Schaltschrank, gefolgt von Effizienz in Handling und Verbrauch.
Möglichst viel Luft durchlassen, möglichst viele Partikel draußen halten – das ist der Spagat, den Filtermaterialien leisten müssen. Mit seinen neuen Faltenfiltern hat das Unternehmen aus Herborn für diese Herausforderung eine Lösung gefunden, die hinsichtlich Luftleistung neue Maßstäbe setzen könnte.
Claudia Christine Ronzheimer, Produktmanagerin Cooling Technologies bei Rittal, erklärt die kleine, smarte Innovationen mit großer Wirkung – die Faltenfilter. Gängige Vliesfilter werden mehrfach gefaltet. Durch die Faltung ergibt sich eine sechsmal größere Oberfläche, die um durchschnittlich 40 Prozent luftdurchlässiger ist als ein herkömmliches Vliesfilter, sodass für einige Anwendungen sogar ein kleinerer Lüfter ausreicht.
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Durch eine um mehr als 50 Prozent höhere Abscheideleistung fallen Komponenten seltener aus, da auch kleinste Partikel aufgehalten werden. Die Faltenfilter haben eine zwei- bis dreimal längere Standzeit und weniger Wartungsbedarf, da sie durch die größere Oberfläche und die Auswahl des Filtermaterials eine größere Staubspeicherkapazität besitzen.
Drei Fragen an Claudia Christine Ronzheimer
Warum stecken Sie Energie in die Weiterentwicklung von Filterlüftern?
„Filterlüfter sind eine häufig eingesetzte Klimatisierungslösung, und es stimmt, oftmals wird nur auf Luftleistung, Abmessung und Anschlussspannung geachtet. Vielfach ist auch der Preis ein Kaufkriterium, doch das ist nicht unser Ansatz. Also haben wir überlegt, was für unsere Kunden am wichtigsten ist. Und das ist die Sicherheit im Schaltschrank, gefolgt von Effizienz in Handling und Verbrauch.
Filterlüfter übernehmen im Schaltschrank quasi die Rolle eines Security-Mitarbeiters. Wie kam es zu dieser Idee?
„Einer der größten Feinde der Komponenten im Schaltschrank ist eine zu hohe Temperatur. Also war uns wichtig, dass die neuen Filterlüfter eine Überschreitung der Temperatur per Sensor erkennen und dem Betreiber per Notkühlfunktion Zeit geben, das Problem zu lösen. So lassen sich die verbauten Komponenten vor Überhitzung schützen – das spart im Ernstfall viel Geld. Aber die kleinen Helfer können noch viel mehr.“
Was sehen Sie noch als Highlight?
„Auch wenn Nachhaltigkeit bei einem so kleinen Bauteil nicht an erster Stelle steht, haben wir es geschafft, eine hocheffiziente Lösung zu entwickeln, die an vielen Stellen Energie und Ressourcen spart – beispielsweise dank der zwei- bis dreimal längeren Standzeit der Faltenfilter und des geringeren Wartungsbedarfs. Das ist aus meiner Sicht ganz klar in die Zukunft gedacht, denn am Ende zählt jedes Detail.“
Filterlüfter übernehmen im Schaltschrank die Security
Die Filterlüfter mit den eingebauten Faltenfiltern erkennen darüber hinaus mithilfe von Sensoren, ob eine vorgegebene Temperatur im Schaltschrank überschritten wird, und geben eine Rückmeldung zur Notkühlung an den Betreiber. Entsteht im Schaltschrank eine zu hohe Temperatur, können verschiedene Ursachen der Grund dafür sein.
Das fängt an bei zu hohen Umgebungstemperaturen im Sommer und reicht über einen ausgefallenen Lüfter bis hin zu einem verstopften Filter, der gewechselt werden müsste. Ist die Temperatur dauerhaft zu hoch, können die verbauten Komponenten überhitzen und es kommt es zu Systemausfällen und hohen Kosten. „Deswegen war uns wichtig, dass die neuen Filterlüfter eine Überschreitung der Temperatur per Sensor erkennen und dem Betreiber per Notkühlfunktion Zeit geben, das Problem zu lösen“, erklärt Ronzheimer.
Darüber hinaus lässt sich so die Standzeit der Faltenfilter dank des geringerem Wartungsbedarfs um das Zwei- bis Dreifache steigern.
Werkzeugloses Handling
Schon die vorherige Generation Filterlüfter war darauf ausgelegt, Montage und Wartung ohne Werkzeuge durchzuführen. Nun wurden die mechanischen Komponenten für das werkzeuglose Handling komplett überarbeitet. Das Ergebnis: Die Rasthaken bei der Montage schnappen zuverlässig ein, und der Öffnungsmechanismus für den Filtertausch ist noch komfortabler handhabbar.
Bewährte Merkmale der Vorgänger-Version wie die einfache Änderung der Luftförderrichtung oder die flexible Positionierung des Elektroanschlusses wurden beibehalten. Neben der Mechanik stand eine Anpassung an das Design im Fokus: Die Lamellen am Gitter der neuen Lüfter laufen vertikal – selbstverständlich unter Beibehaltung der Schutzart.
Drehzahlregelung und Lüfterüberwachung
Die Filterlüfter sind in fünf Baugrößen und acht Leistungsklassen mit einer Luftleistung von 20 bis 1.160 m3/h verfügbar. Die AC/DCModelle sind einfach gehalten, die EMV-Varianten erfüllen besondere Anforderungen an die elektromagnetische Schirmdämpfung von Gehäusen. 2012 wurden EC-Filterlüfter am Markt eingeführt, deren bürstenlose Gleichstrommotoren den höchsten Wirkungsgrad bei Ventilatoren haben.
Das zusätzliche Plus: Dank EC-Technologie sind Drehzahlregelung und Lüfterüberwachung über eine analoge Schnittstelle möglich. Damit wird die Temperaturregelung an den tatsächlichen Bedarf angepasst – eine smarte Funktion, die Energie spart und die Lebensdauer erhöht Die neue Generation knüpft daran an und bietet weitere Vorteile. Dazu zählen ein Weitbereichseingang (100 bis 240 V) sowie eine ModBus-Schnittstelle, über die Monitoring, Steuerung und Alarmfunktion verfügbar sind.
Stand: 08.12.2025
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Aktive Notkühlfunktion
Jeder EC-Filterlüfter, der über das IoT-Interface des Unternehmens erfasst ist, bietet neben Informationen zu Status, Auslastung, Betriebsstunden oder Energieverbrauch weitere Funktionen. So lassen sich in einer Schaltschrankreihe mit mehreren Filterlüftern Temperatursensoren an den kritischsten Stellen anbringen und über das Rittal IoT Interface dem jeweiligen Filterlüfter zuordnen.
Bei einem ungeplanten Temperaturanstieg über den Alarm-Schwellwert hinaus wird der Anlagenbetreiber informiert und die Notkühlfunktion des Filterlüfters aktiviert. Die Lüfterdrehzahl fährt auf das Maximum, was je nach Modell eine um 16 bis 40 Prozent höhere Luftleistung bedeutet. Somit lässt sich die Überhitzung der Komponenten hinauszögern, wertvolle Zeit ist gewonnen. Fällt die Temperatur unter den Schwellwert, geht der Lüfter zurück in den Normalmodus.
Automatische Filterreinigung
Neben den Sicherheits-Features zielen zwei andere Highlights der EC-Filter auf Langlebigkeit: Bei der automatischen Filterreinigung erfolgt mehrmals täglich ein leichtes Ausblasen des Filters, um feine Staubpartikel zu entfernen und die Filterstandzeit zu verlängern. Zudem können Betreiber passend zum jeweiligen Umfeld eine virtuelle Betriebsdauer eingeben. Analog zur Tankanzeige im Auto zeigt das System abhängig von Laufzeit und Drehzahl an, wann der nächste Filterwechsel nötig ist. Die Folge ist eine Wartung on demand und nicht im Standardturnus, was Kosten und Aufwand reduziert. (kr)
* Alexandra Lachner ist Freie Journalistin.
Green Facts: Faltenfilter schonen Ressourcen
Bereits die EC-Modelle verbrauchen dank ihrer höheren Motoreneffizienz um bis zu 60 Prozent weniger Energie. Die Faltenfilter senken die Betriebsstunden des Lüfters zusätzlich um 22 Prozent, da sie um 40 Prozent mehr Luft durchlassen. Zudem verfügen sie, verglichen mit herkömmlichen Vliesfiltern, über eine zwei- bis dreimal höhere Standzeit. Durch die Funktion der automatischen Filterreinigung kann die Filterstandzeit nochmals um ca. 20 Prozent gesteigert werden.