Reihenklemmen

Sicher landen mit zuverlässiger Befeuerung

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Der Pilot bestimmt vor dem Starten und Landen die Lichtstärke der Befeuerung. Die entsprechenden Spannungen wandeln Transformatoren in der Trafostation Nord und den Schaltstationen. Ein Trafo liefert maximal 400 V, was einer Lichtstärke von 100% entspricht. Für die Unterverteilung der Spannungen setzt der Betreiber Hochstrom-Reihenklemmen von Wago ein.

„Bei den Power-Clamp-Reihenklemmen erzeugt eine Feder den Kontaktdruck zwischen Leiter und Kontaktstelle. Der Bediener hat darauf keinen Einfluss, er kann somit nichts falsch machen. Außerdem ist diese Art der Kontaktierung wartungsfrei. Das hat uns überzeugt“, sagt Christian Theilkäs, Leiter Stromversorgung und Elektrounterhalt.

Die Trafos in der Station sind für 80 A Nennstrom ausgelegt. Entsprechend hoch müssen die Reihenklemmen belastet werden können. Die Serie 285 hält Klemmen für Leiterquerschnitte von 6 bis 95 mm2 bereit.

„Für uns ist die 50-mm2-Klemme mit ihrem großen Querschnittsbereich von 10 bis 50 mm2 optimal. Sie ist bis 150 A Nennstrom belastbar und deckt damit die meisten Anwendungsfälle ab. Sollten wir aufgrund von langen Leitungslängen einen größeren Querschnitt benötigen, können wir auf die 95 mm2 aus der gleiche Serie ausweichen“, berichtet Theilkäs.

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Reihenklemmen mit Cage-Clamp-Anschluss

In einer Reihe von VDE-Bestimmungen wird empfohlen, dass nur ein Leiter pro Klemmstelle angeschlossen werden soll (DIN VDE 0611, Teil 4, 02.91). Die Vorteile:

  • Jeder Leiter wird unabhängig von anderen geklemmt.
  • Jede beliebige Leiterquerschnittskombination je Potenzial kann sicher angeschlossen werden.
  • Bei Umverdrahtungen wird nur der zu lösende Leiter aus der Klemmstelle gelöst, alle anderen Leiter bleiben sicher geklemmt.
  • Die Anordnung von mehr als zwei Klemmstellen auf eine Stromschiene erlaubt Potenzialvervielfachungen, ohne dass zusätzliche Klemmen erforderlich sind und ohne zu brücken.

Die unterverteilten Spannungen werden in den Leuchtentrafos erneut auf die entsprechende Lampenspannung gewandelt. Die Lampentrafos liefern eine Leistung von maximal 200 W bei 30 V. Der Strom wird auf 6,6 A konstant gehalten.

Luft- und Kriechstrecken an den Kontaktstellen

Zu einer Befeuerungsanlage gehören mehr als 200 Leuchten, die vor und entlang der 3,7 km langen Piste übererdig und in Unterflursystemen installiert sind. Damit nur geringe Spannungsverluste auf der Zuleitung entstehen, müssen bei Strömen bis 80 A die Leiterquerschnitte groß sein.

„Besonderes Augenmerk müssen wir auf die Luft- und Kriechstrecken an den Kontaktstellen legen. Durch die hohen Ströme könnten sonst Kriech- oder Gleitentladungen auftreten“, erklärt der Elektrofachmann.

Im ganzen Projekt sind mehr als 1000 Reihenklemmen der Serie 285 Power Cage Clamp eingesetzt. In einigen Schaltfeldern wurden bis zu 50 dieser Klemmen verbaut.

„Bei der Installation profitierten wir von der einfachen Handhabung der Klemme. Die Kontaktstelle wird mit einem Sechskantschlüssel geöffnet und über eine Arretiertaste offen gehalten. Der große Leiterquerschnitt kann dann sorgfältig verlegt werden. Anschließend wird die Arretierung mit Hilfe des Schlüssels gelöst und die Kontaktstelle geschlossen“, beschreibt Theilkäs.

* * Renate Klebe-Klingemann ... ist technische Redakteurin bei Wago in Minden

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