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Bewertung der Hardware –Architektur-Metriken bezüglich Behandlung zufälliger Relaisfehler
Die Analyse der Hardware-Architektur für jedes Sicherheitsziel beginnt mit dem Aufteilen des Erwartungswertes für die Ausfallrate in die relaisspezifischen Failure Modes und deren erwartete prozentuale Anteile an der Ausfallrate. Als anerkannte Quellen gelten beispielsweise die Tabellen in Professor A. Birolinis Werk: Reliability Engineering –Theory and Practice.
Failure Modes für Relaisausfälle entdecken und beherrschen
Zur Entdeckung und Beherrschung dieser Failure Modes für Relaisausfälle werden Sicherheitsmechanismen (z.B. Diagnose) und deren Diagnosedeckungsgrade beschrieben. Die Ermittlung der erreichbaren Diagnosedeckungsgrade für unterschiedliche Diagnosetechniken kann anhand der Tabelle D.1 in der ISO 26262-5, Annex D erfolgen.
Zur Bewertung der Hardware-Architektur einschließlich der geplanten Sicherheitsmechanismen werden in der FMEDA die relaisspezifischen Failure Modes für Hardwareausfälle klassifiziert in
- Fehlermodi, die nicht zu einer Verletzung der Sicherheitsziele führen,
- Fehlermodi, die zu einer Verletzung der Sicherheitsziele führen.
Fehlermodi, die nicht zu einer Verletzung der Sicherheitsziele führen, sind nach ISO 26262-5:2011 [E], Annex B:
- SF (Safe Faults): kein Sicherheitsmechanismus notwendig,
- MPF D (Detected Multiple Point Faults): von Sicherheitsmechanismus entdeckt,
- MPF P (Perceived Multiple Point Faults): nicht entdeckt, aber von Fahrer bemerkt.
Relevant für die Bewertung der Hardware-Architektur-Metriken sind die Fehlermodi, die zu einer Verletzung der Sicherheitsziele führen:
- MPF L (Latent Multiple Point Faults): nicht entdeckt, treten zusammen mit anderen unabhängigen Fehlern auf,
- RF (Residual Faults): trotz Sicherheitsmechanismus nicht entdeckt, Diagnoseschlupf,
- SPF (Single Point Faults): kein wirksamer Sicherheitsmechanismus definiert.
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