Orientierung für Blinde SenSei-Handschuhe mit Ultraschall erkennen Gefahren
Mit den SenSei-Handschuhen zweier britischer Studenten sollen sich Blinde besser orientieren. Die Handschuhe arbeiten mit Ultraschall und erkennen den Abstand von Objekten.
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Blinde und Sehschwache haben es in Großstädten nicht leicht. Überall lauern Gefahren. Wie lassen sich Gegenstände und Distanzen sicher erkennen? Eine Lösung haben zwei Studenten der Nottingham-University entwickelt. Die SenSei-Handschuhe arbeiten mit Ultraschall und sollen blinden Menschen helfen, sich zu orientieren. Dank verschiedener Vibrationsmuster mit unterschiedlicher Intensität lassen sich Abstände zwischen Objekten präzise einschätzen.
Die Idee ist nicht neu. Es gibt zum Beispiel bereits einen Taststock, der sich dieser Methode bedient. Allerdings sind die Experten skeptisch, ob sich die Handschuhe im Alltag durchsetzen können: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Handschuhe wirklich sinnvoll und im Alltag hilfreich sind“, sagt Daniele Marano von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs.
Die beiden Studenten wollten ein Gerät designen, das auch ohne Training genutzt werden kann. Die SenSei-Handschuhe verfügen über einen batteriebetriebenen Ultraschallsensor, der sich auf dem Handrücken befindet. Dieser sendet Ultraschallwellen aus, die das Objekt treffen und bei ihrer Rückkehr Vibrationen des Handschuhs auslösen. Basierend auf verschiedenen Vibrationsmustern gelingt das Erfassen der Umgebung.
Gadget ähnelt Parksensor
Die beiden Studenten gewannen mit ihren Handschuhen den ersten Preis bei der Entrepreneurship and Business Competition der Nottingham University Business School. Dotiert ist der Gewinn mit 1000 britischen Pfund. „Wir werden das Geld, das wir bei dem Wettbewerb gewonnen haben, dazu nutzen, das Gadget weiterzuentwickeln, damit dieses auch ästhetisch ansprechender wird“, verspricht Raivat Luthura, einer der beiden Designer.
In ihrer Funktionsweise ähneln die Handschuhe einem Parksensor. „Derzeit ist der Handschuh-Aufsatz noch sehr groß. Wir arbeiten jedoch bereits an einem neuen System, das mit einem Mikroprozessor ausgestattet ist und dadurch kleiner und leichter ist“, erklärt Luthura abschließend.
Quelle: pressetext
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