a.p. microelectronic Sechs Millionen Euro Investition in neues Produktionswerk
Komfortelektronik für Autos, hochwertige Industriegüter und Medizintechnik sind das Spezialgebiet des EMS-Providers a.p. microelectronic in Minden/Westfalen. In den vergangenen drei Jahren hat sich das Unternehmen fit gemacht für die wichtigen Absatzmärkte für Elektronik, die in Europa eine bedeutende Rolle spielen. Wichtige Schritte waren der Neubau eines Produktionswerkes für insgesamt 6 Mio. €, die Zertifizierung nach ISO/TS 16949 und der Ausbau der Entwicklungskapazitäten im eigenen Haus.
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Automobilelektronik und Industrieelektronik sind die Wachstumstreiber in Europa und insbesondere in Deutschland. Und in diesem Sektor will der Mindener Elektronikdienstleister a.p. microelectronic eine gewichtige Rolle spielen. Die a.p. microelectronic GmbH, ein Unternehmen mit insgesamt 50 Mitarbeitern und einem Umsatz von 5,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2005, ist eine Tochter der Unternehmensgruppe UWA (Windhoff Wassertechnik, Muche Kläranlagenbau, a.p. microelectronic).
„Um gerade die steigenden Anforderungen im Automobilsektor an Kosten, Menge und vor allem die Qualität zu erfüllen, haben wir etwa 6 Mio. € in ein neues Werk sowie eine neue Fertigungslinie investiert“, betont Vertriebsleiter Klaus Priewe. Komplexe Baugruppen werden unter klimatisierten und ESD-geschützten Bedingungen produziert. In der SMD-Fertigung kommt die Juki FX-1 zum Einsatz. „a.p. microelectronic plant und konstruiert das Equipment für die eigene Fertigung und verfügt über Technologien, die weltweit nur den Unternehmen der Firmengruppe zugänglich sind“, betont Fertigungsleiter Frank Kuhfuß.
Innerhalb der Unternehmensgruppe UWA ist a.p. microelectronic auf die Entwicklung und Fertigung komplexer Steuerungsbaugruppen spezialisiert. Für das europäische Geschäft und einige weltweite Kunden ist das fünfköpfige VT-Team von a.p. microelectronic zuständig. Um die umfangreichen technischen Vorgaben aus Lastenheft und Pflichtenheft sowie kundenspezifische Anforderungen bei der Entwicklung zu erfüllen, steht ein achtköpfiges Entwicklungsteam zur Verfügung.
Jörg Niederstadt, Entwicklungsleiter, schildert: „Wenn wir Baugruppen nach Kundenvorgabe entwickeln, sind die spezifischen Forderungen, Machbarkeitsprüfung sowie eine Lösung unter wirtschaftlicher Betrachtung unser Ziel. Dies erfüllen wir mit eigenen Soft- und Hardwareentwicklern sowie auch externen akkreditierten Prüflaboren im EMV-Test und Umweltsimulation.“ Gerade die Produktentwicklung spielt eine besondere Rolle und nicht zuletzt hat der Dienstleister sein Entwicklungsteam vergrößert. Schließlich werden in der Entwicklungsphase die späteren Fertigungskosten entscheidend beeinflusst.
Vertriebsleiter Klaus Priewe weiß: „In Deutschland produzieren bedeutet, hoch entwickelte Technologien und Verfahren möglichst automatisiert und verkettet einsetzen, um dem wachsenden Kostendruck standzuhalten.“ Gleichzeitig besteht aber auch die Chance, die Baugruppenproduzenten in die Produktentwicklung und Produktentstehung mit einzubeziehen, um gemeinsam die geforderten Prozesse kostengünstig nach Lastenheft/Pflichtenheft zu entwickeln. „Das leistungsstarke Equipment mit überschaubaren kurzen logistischen Abläufen im neuen Produktionswerk in Minden stärkt unsere Position am Markt, mit westdeutschen Lohn- und Kostenbedingungen zu bestehen“, ist Priewe überzeugt.
Bereits im Jahr 2003 hat sich das 1984 gegründete Unternehmen nach ISO/TS 16949 zertifizieren lassen. 2005 folgte der Rezertifizierungsaudit. „Damit haben wir alle Voraussetzungen geschaffen“, unterstreicht Klaus Priewe, „um künftig mit höchsten Qualitätsansprüchen den für Europa so wichtigen Automobilmarkt zu bedienen.“ Zum Kundenkreis gehören Airtec, Audi, BMW, Dräger, GM, Krauss Maffei, Volvo, VW, Porsche, Edscha, IVM und Platz. Projektreferenzen sind die Tipptronik-/Automatik-Ganganzeige, LED-Anzeige-/Beleuchtungsmodule, Cabrio-Verdecksteuerung, Lenksäulenpositionssteuerung, Lambdasondenregelung, Alkoholtester sowie ein Fallschirm-Notöffnungssystem.
a.p. microelectronic, Tel. +49(0)571 40451
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